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Fehmarn

Spontaner Trip nach Fehmarn

Dieser Blogeintrag wird sich ein wenig von den Anderen unterscheiden. Ich habe mich dazu entschieden einen kompletten Eintrag über die 5 Tage auf Fehmarn zu schreiben. Also wird das hier ein wenig längerer Text.

Tag 1 29.6.2018
2 Stunden und 20 Minuten später fuhr ich auf den großen Campingplatz drauf und fand meinen Platz, die 54 B. Ich hatte mich letztendlich für den Campingplatz Strukkamp entschieden, welcher ganz in der Nähe der Brücke lag, die man von dem Strand aus auch schöne sehen kann. Zuvor war ich bei der Anmeldung, um mich für diesen Platz zu entscheiden und alle Informationen zu erhalten. Auf meinem Platz angekommen, baute ich zunächst einmal alles auf und verlegte das Stromkabel, sodass auch mein Kühlschrank endlich wieder arbeiten konnte. Als endlich alles zu meiner Zufriedenheit war, begab ich mich auf Erkundungstour. Direkt neben meinem Platz liegt das Waschhaus 1. Das größte auf dem Platz mit Duschen und Waschräume sowie Toiletten für Damen und Herren. Außerdem 2 Kinderbäder, ein großes Behinderten Bad und die Spülküche in der sich auch zwei 2-Plattenherde befanden. In die andere Richtung gelangt man zu dem "Marktplatz". Dort befindet sich das eigene Restaurant, sowie die Anmeldung und der Camp eigene Supermarkt. Gegenüber gibt es noch einen kleinen Stand, bei welchem man Souvenirs und anderen Krimskrams bekommen kann. Wenn man an diesem Stand links dem Weg folgt, kommt man zu der kleinen Trampolinanlage, dem Fußballplatz und dem Fahrradverleih. Bei letzterem konnte ich leider keinen Antreffen, sodass ich das mit dem Fahrrad ausleihen erst einmal ließ. Wieder zurück beim "Marktplatz" sah ich noch die Wegbeschilderung zur Sauna, Kosmetikbehandlung und einer Tauchschule. Wahnsinn, was es hier alles zu geben scheint. Auf dem Weg zurück zu meinem Platz sah ich das Schild "Surfschule Churchulla". Das wärs doch. Endlich den Windsurfing-Kurs machen, den ich schon immer in Holland geplant hatte. Also ab dorthin. An der Surfschule angekommen wurde ich herzlichst von Maria empfangen. Sie ist Leiterin der Surfschule und wirklich eine coole Person. In der Hauptsaison betreibt sie hier auf Fehmarn die Surf und Kiteschule. Aber im ab Oktober entzieht sie sich aus dem deutschen Insel leben und fliegt mit ihrem Mann nach Panama, um dort in ihrem selbstgebauten Holzhaus zu überwintern. Sie erklärte mir alles über die Kurse und sagte mir, dass am Samstag direkt ein Kurs starten würde. So stimmte ich dem zu und verabschiedete mich bis Morgen von Maria. Zurück am Platz machte ich mich erst einmal ans kochen und beim Essen durchstöberte ich die ganzen Prospekte, die ich mir bei der Anmeldung mitgenommen hatte. Ein wenig schlauer begab ich mich anschließend zu dem Strand direkt am Campingplatz. Gut, es war nicht der schönste Sandstrand überhaupt, aber es war nun mal ein Naturstrand und dazu gehören auch die Algen, die im Meer umherschwimmen.  Dort ging ich ein bisschen spazieren, bevor ich wieder zum Campingplatz zurück lief. Ich stattete dem Supermarkt noch einen kurzen Besuch ab, bevor dieser um 19 Uhr schloss, und kaufte mir noch eine Zeitschrift, da es mit dem W-lan hier schlecht aus sah. Mit der Zeitschrift bewaffnet setzte ich mich vor meinen Caddy und ließ die Zeit vergehen, bis ich mich gegen 20 Uhr noch einmal zum Strand aufmachte, da dort Live-Musik angesagt war. es war die Band von Maria die auf Steel Drums spielten. Sogar der NDR war da, um dieses Schauspiel zu übertragen. Irgendwann wurde es mir aber zu frisch und so beschloss ich zurück zu gehen, um noch ein wenig weiter zu schreiben. So ließ ich den ersten Tag auf Fehmarn ausklingen und freute mich schon auf den Surfkurs am nächsten Tag.

Mit importierter glutenfreien Waffel aus Schweden
Mit importierter glutenfreien Waffel aus Schweden

Tag 2 30.6.2018


Ich erwachte leider schon vor 9 Uhr. Doch wie es sich für Urlaub gehört war ans Aufstehen noch nicht zu denken. Ich blieb daher liegen und schaute mir das Animationsprogramm des Campingplatzes an. Heute war um 10 Uhr Frühsport dran und so beschloss ich daran teilzunehmen. Nach dem Motto ich bin ja sowieso schon wach. So standen wir dann um 10 Uhr in Sportklamotten am Strand und gaben das wieder, was die Trainerin vorgab. Gute 50 Minuten später schlüpfte ich schnell in meinen Bikini, um zum nächsten Punkt zu gehen. Der Surfschule. Mir wurde ein Neoprenanzug zugeteilt und dann ging es auch schon ab an den Strand. Mit mir war auch noch ein 14 Jähriger Junge total Anfänger, sodass ich nicht als einziger kompletter Nichtskönner da stand. Nach dem wir mit Brettern ausgestattet wurden, ging es auch schon aufs Wasser. Zunächst hieß es einfach auf dem Brett von vorne nach hinten laufen und dann sich zu drehen. Anschließend ging es wieder ans Land, um das Rigg zu holen. Rigg ist das "Segel". An diesem Rigg befinden sich leider viele, viele Begriffe, die es nun zu lernen galt. Maria erklärte es uns wirklich gut, doch nach einer Runde Begriffserklärung war alles wieder weg. Aber das wird schon noch. Als alle Begriffe erklärt wurden, ging es ans Trockenbrett. Eine Art Miniboard aus Metall, auf welchem man mit dem Rigg üben kann.  Als auch das abgehackt war, ging es endlich wieder aufs Wasser. Wir wurden an Bojen befestigt, sodass uns die Strömung nicht abtreiben konnte. Dort wurde dann erst einmal das Starten, sowie das Wenden übers Heck geübt. Nicht ganz so einfach wie es klingt, aber nach ein paar Malen sahs auch das. Also ging es wieder ans Land, um den nächsten Schritt zu wagen. Fahrt aufnehmen. Das waren nun ein paar mehr Schritte, die man sich merken musste. Grundstellung, Startschot fassen, Rigg hochziehen, vordere Hand an den Mast, hintere Hand an den Gabelbaum, Fahrtstellung, vordere Hand an den Gabelbaum, hintere Hand frei-frei-frei (wie es Maria so schön sagt), Mast anheben, Segel über den Gabelbaum ranholen und los geht's. Wenn ihr jetzt nicht alles nachvollziehen könnt ist das nicht schlimm. Zusammengefasst bedeutete dies nur Segel aufrichten und gut festhalten. Dieses Verfahren übten mir ein paar Mal noch angebunden an den Bojen und dann wurden wir freigelassen. Zu meiner Überraschung lief es wirklich gut. Doch lange Zeit hatten wir nicht, denn dann war der Kurs auch schon zu Ende. Unfassbar wie schnell 3 Stunden vorbei sein können. Nachdem wir alle Boards und Riggs verräumt haben und die Neoprenanzüge verstaut hatten, beschloss ich noch einmal an den Strand zu gehen, um ein wenig zu schwimmen. Lang hielt ich mich aber im Wasser nicht auf, sodass ich recht schnell der Dusche einen Besuch abstattete. Anschließend überlegte ich mir beim Essen was ich denn noch mit dem Tag Anfangen kann und so fuhr ich um 16 Uhr mit meinem Auto nach Burg, die "größte" Stadt auf Fehmarn. Eine süße kleine Altstadt mit vielen Geschäften auf einem Haufen, die ich mir alle gemütlich anschaute. Irgendwann war ich dann aber komplett einmal durch, sodass ich mich mit einem Eis und meinem Laptop auf eine Bank setzte und das kostenlose Stadt Wlan ausnutze, um euch auf den aktuellsten Stand zu bringen. Eine gute Stunde später schlenderte ich wieder zurück zu meinem Caddy, da auch meine Parkuhr abgelaufen ist. Bevor ich wieder nach Strukkamp zurückfuhr, kaufte ich noch ein paar frische Lebensmittel im benachbarten Lidl ein. Mit dem Einkauf im Gepäck fuhr ich nun wieder zurück und so endete auch dieser Tag, nur dieses Mal mit einem Strandspaziergang und Netflix.

Tag 3 1.7.18
10 Uhr zeigte mein Handydisplay an. Ich konnte es selbst kaum fassen. Ich hatte seit langem mal wieder ausschlafen können. Die Stunde, die ich noch hatte nutze ich für ein gemütliches Frühstück und um ein wenig in meinem Caddy Klarschiff zu machen. Pünktlich um 11 standen wir umgezogen am Strand. Heute war noch eine andere Anfängerin zu unserem Kurs gestoßen, die ebenfalls Jasmin hieß. Dieses Mal war das Thema Lenken dran. Nach ein paar Trockenübungen ging es endlich wieder aufs Wasser, wo wir die restliche Zeit auch verbrachten. Und ich muss sagen, ich war selbst von mir überrascht wie gut es mir gelang. Ich nahm Fahrt auf, machte eine Wende und stand danach immer noch auf dem Board. So gingen die 3 Stunden leider viel zu schnell vorbei und wir machten uns wieder auf Richtung Campingplatz. Dort sagte uns Maria, dass heute die erste Theoriestunde stattfinden würde und da wir nur zu Dritt waren, stand der Termin um 16 Uhr schnell fest. Ich hatte also noch gute 2 Stunden, die ich mit Sport machen, Duschen, Essen und gemütlichem Lesen verbrachte. Von 16- bis fast 18 Uhr wurden wir dann in die Theorie des Windsurfens eingeweiht. Zumindestens in den Beginn davon. Maria verteilte uns ein Heft mit allem wichtigen Infomaterial, welches wir zum Üben nutzen konnten. Außerdem beschäftigten wir uns erneut mit den Begrifflichkeiten des Riggs, den verschiedenen Fahrtrichtungen, sowie den unterschiedlichen Windarten und wie diese unser Fahrverhalten beeinflussen können. Zusätzlich erhielten wir physikalisches Grundwissen zum Thema Hochdruck- und Tiefdruckgebieten, wie diese entstehen und warum es für das Fahren wichtig ist. Nach den 2 Stunden waren wir um einiges Surfer Wissen reicher und so verabschiedeten wir uns bis Morgen voneinander. Auf dem Weg zurück zu meinem Caddy, legte ich noch einen zwischen Stopp im Campingmarkt ein, um noch ein Ei für das Abendessen zu kaufen. Das Highlight dieses Ladens ist der Besitzer, der mit vollem Herzen bei seiner Arbeit ist, jeden mit einem Moin begrüßt ( und wehe man antwortet darauf mit Hallo) und für jeden einen guten Rat griffbereit hat. Mit meinem Ei begab ich mich dann zu meinem Stellplatz, um dieses zu einem Rührei zu verarbeiten. Es war inzwischen fast 19 Uhr, doch warm war es noch immer. Und so entschloss ich mich nach dem Essen noch einmal ans Meer zu gehen. Mit den Füßen im Wasser ging ich ein wenig am Strand entlang und telefonierte dabei ein wenig bis ich wieder an meinem Platz ankam. Dort zog ich mich schnell um, da es inzwischen doch frisch geworden ist, schaltete den Laptop an und guckte in Ruhe den Film Mamma Mia, bis ich schlafen ging.

Tag 4 2.7.2018
Ich habe es schon wieder geschafft. Dieses mal stand dort auf meinem Display sogar 10:07. Langsam klappt es doch mit dem Urlaubsmodus. Nach genau dem gleichem Ablauf stand ich wieder mit Neoprenanzug ausgerüstet um 11 am Strand, um festzustellen, dass es heute ganz schön windig war. Auch der Wellengang war nicht gerade anfängerfreundlich. Das bemerkten auch die anderen aus meinem Kurs. Aber es half ja nichts. Bevor es heute aufs Wasser ging, probten wir erst einmal auf den Dünen mit unserem Rigg. Und schon hier konnte man merken, dass viel mehr druck im Segel liegt. Das konnte ja heiter werden. Jasmin und ich wagten uns zuerst aufs Brett, um zeitgleich wieder dem Wasser hallo zu sagen. Ich brauchte ganze 5 Versuche um einmal halbwegs auf dem Brett zu stehen. Doch keine 2 Meter weiter machte es platsch und ich landete im Wasser. So hatte ich es mir aber ganz und gar nicht vorgestellt. Nun gut, also wieder Bug zum Land gerichtet, Rigg irgendwie auf die andere Seite bringen und los geht's. so hatte ich es zumindest gedacht. Doch die Realität sah ganz anders aus. Erst als Maria mir kurze Hilfestellung gab, kam ich in Fahrt. Doch zu einer Wende kam ich erst garnicht, da das Wasser heute meinte, wir wären eine enge Beziehung eingegangen und so wurde ich mal wieder schön erfrischt. So ging das gefühlt die ganzen 3 Stunden lang. Bug richten, mich irgendwie hochhieven, das Rigg an der Startschot aufrichten, Hoffnung machen und platsch, war ich dem Surfen wieder ein Stückchen entfernter. 4 Mal hatte ich es geschafft wirklich in Fahrt zu kommen. Nicht das beste Ergebnis, aber an aufgeben ist garnicht zu denken, denn Morgen soll es wieder besser werden. Auf dem Weg zum Campingplatz sprach ich mit der anderen Jasmin über ihre Tagespläne für heute und da sie noch nichts vorhatten, verabredeten wir uns für nachher. So zogen die zwei Jasmins frischgeduscht gegen 15 Uhr los Richtung Orth. Einem kleine Dörfchen mit Hafen und 5 Cafés.  Dort gönnten wir uns dann ein Eis und sprachen über Gott und die Welt. Nachdem Orth nicht wirklich mehr zu bieten hatte, fuhren wir weiter Richtung Flügge, um uns dort zum einen das Jimi Hendrix Denkmal anzuschauen, sowie uns auf den Weg zum Leuchtturm zu machen. Nach guten 5 Kilometern und vielen Gesprächen später fuhr ich Jasmin zu ihrer Ferienwohnung zurück und auch ich begab mich zu meinem Stellplatz, um zu kochen, da es bereits halb sieben war. Anschließend holte ich meinen Laptop heraus und schrieb weiter an meinen texten für den Blog.  Wie auch die letzten Tagen endete dieser Tag am Strand nur dieses Mal ein paar Stunden später, da ich mir dieses Mal den Sonnenuntergang nicht entgehen lassen wollte.

 

Tag 5 3.7.2018


Heute musste ich leider feststellen, dass es erst 9 Uhr war, als ich erwachte. Das war natürlich nicht wirklich in meinem Interesse um diese Uhrzeit aufstehen, also drehte ich mich wieder um und schlummerte zumindestens bis halb 10 noch ein wenig vor mich her. So stand ich dann also um halb 10 auf, um zunächst einmal zur Rezeption zu gehen. Denn ich hatte beschlossen, um einen Tag zu verlängern, da es mit dem Surfkurs so weniger stressig war. Gesagt, getan ging es also zur Anmeldung und dort bezahlte ich dann auch direkt meine Rechnung für die 6 Nächte. 110 Euro kostete mich der Spaß aber wenn man das mal entspannter betrachtet ist der Preis inklusive wirklich moderner und sauberer Sanitäranlagen, funktionierendem Strom und Entsorgung fair. Im Portemonnaie wieder ein wenig leichter ging ich zurück zum Platz und da es gerade einmal viertel vor 10 war entschloss ich mich vor dem Frühstück noch ein wenig zu sporteln. Als auch das abgehackt war und das Frühstück in meinem Magen ruhte, ging es wie immer pünktlich um 11 ab zum Strand. Heute konnten wir zu unserem Vergnügen feststellen, dass der Wind zwar ein wenig stärker ist, aber der Wellengang sich ein bisschen beruhigt hatte. So ging es dieses Mal eindeutig optimistischer aufs Wasser, nachdem wir noch einmal alle Begriffe und Manöver auf dem Land wiederholt hatten. Und siehe da es klappte. Na gut nicht zu 100 Prozent, aber es sah eindeutig mehr nach Surfen aus, als den Tag davor. Sogar ein paar Wenden waren heute drinnen. Als dann auch noch das an Land fahren zum Ende hin klappte, gingen wir alle mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurück zur Surfschule. Heute stand wieder Theorieunterricht an, jedoch dieses Mal erst um 17 Uhr. Das lag sehr gut  in meinem Tagesplan, sodass ich direkt nach dem Duschen in das kleine Örtchen Altjellingsdorf fuhr. Warum ausgerechnet dorthin? Vielleicht könnt ihr es erraten. Es hat mit Essen zu tun. Und zwar natürlich mit etwas was glutenfrei ist. Es ging zu Floras-Café. Ein Café, welches nur glutenfreie Torten führt. Einfach Göttlich. Ich entschied mich für eine Himbeer-Frischkäse-Torte und setzte mich damit nach draußen in die Sonne, wo ich es mir die nächste halbe Stunde gut gehen ließ. Nach einem Telefonat mit meinem Vater und gut gesättigt von der Torte ging es weiter nach Burgstaaken, um mich dort ein wenig an den Hafen zu setzen. Nach dem ich dank dem öffentlichen W-Lan wieder auf dem neuesten Stand war und mir genug Schiffe für heute angeschaut hatte, fuhr ich zurück nach Strukkamp, bevor es dann mit der Theorie weiter ging. Dieses Mal standen die allgemeinen Regeln an, sowie die verschiedensten Prüfungsfragen, die wir alle einzeln durchgingen, damit wir für die Prüfung am Folgetag gut vorbereitet sind. Nach guten anderthalb Stunden entließ uns Maria dann und wir verabschiedeten uns bis morgen voneinander. Nur von Jasmin verabschiedete ich mich nicht direkt, da wir ausgemacht hatten uns nachher zu einem Sektpicknik am Strand  zu treffen. An meinem Platz wieder angetroffen machte ich mir nur schnell etwas zu essen und ging noch mal die Prüfungsfragen durch. Dann war es auch schon 21 Uhr und Jasmin kam mit ihrer Schwester vorbei. Zusätzlich luden wir noch die Nachbarsjungs ein, denen wir somit einen elternfreien Abend verschafften. Wir setzten uns mit Picknickdecke, Musikbox und Getränken an den Strand und ließen in gemütlicher Atmosphäre den Abend ausklingen.

Hier kann man mal kurz sehen, wie so eine Wende nach 3 Tagen und sehr wenig Wind aussehen kann.

Tag 6 4.7.2018
Der vorletzte Tag auf Fehmarn war angebrochen. Aber an Trauer war garnicht zu denken. Heute stand sowohl erneut ein Surfkurstag an, als auch die Prüfung für meinen Grundschein. Bevor diese aber geschrieben wurde, ging es mal wieder an den Strand. Und ich muss wirklich sagen heute war der beste Tag von allen. Ich konnte hin und herfahren ohne runterzufallen und hatte dabei die Kontrolle über mein Board und nicht andersherum. Anluven, abfallen oder Wenden waren heute Begriffe, welche ich beherrschte und nicht wie die letzten Tage einfach irgendwie passierten. So gingen die letzten 3 Stunden mit vollem Erfolg zu Ende. Doch das Ende hieß auch der Anfang der Prüfung. Doch sie war leichter als Gedacht. Nach knappen 10 Minuten war das letzte Kreuzchen gesetzt und die Prüfung war mit 78 von 80 Punkten bestanden. Jasmin bestand ebenfalls und so konnten wir  uns von dem Surfkurs mit einem gutem Gewissen verabschieden. Auch von Jasmin hieß es erst einmal auf Wiedersehen, doch dieses Wiedersehen war recht schnell, da ich sie schon morgen gegen 16 Uhr auf meinem Rückweg in Hamburg besuchen werde. Nach also der bestandenen Prüfung, ging es unter die warme Dusche und anschließend ans Kochen. Dabei überlegte ich mir, was ich mit dem restlichen Tag noch anfangen könnte. Letzen Endes fiel meine Entscheidung auf die nächstgrößere Stadt und zwar Heiligen Hafen. Nachdem alles wieder verräumt war ging es kurz nach 4 über die Fehmandsundbrücke rüber nach Heiligen Hafen. Direkt am Hafen befinden sich kostenlose Parkplatze, die ich dankend annahm. Schon beim aussteigen aus dem Auto konnte ich die Vielzahl von Schiffen die hier lagen bewundern. Außerdem erstreckte sich dahinter ein riesen Rad mit welchem man zwar fahren kann, anschließend aber 6 Euro ärmer ist und ich mich somit lieber für die Hafenpromenade entschied. Dort wurde in einem kleinen Geschäft auch fündig und hatte die typischen Souvenireinkäufe abgehackt. Von dort ging es dann weiter Richtung Marktplatz, wo ich mir ein Eis in mitgebrachter glutenfreien Eiswaffel gönnte. Damit lief ich dann ein wenig durch die Stadt, bis ich wieder vorne am Hafen angekommen war. Mir wurde zuvor noch geraten auf jeden Fall zur Seebrücke zu gehen, also tat ich das auch und nahm den halben Kilometer Fußmarsch noch auf mich. Und das hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Auch hier gab es wieder eine typische Touri-Promenade zwischen Ferienwohnungen und Hotels. Aber wenn man diese hinter sich lässt gelangt man zur ebengenannten Brücke, die sich weit aufs Meer hinauszieht. Wirklich richtig schön. So begab ich mich auf die Brücke, um einmal nach vorne zu laufen und den Ausblick zu genießen. Dort verweilte ich ca. eine viertel Stunde, bis ich mich wieder zurück zu meinem Caddy machte. Inzwischen war es schon halb 8, also fuhr ich auch direkt wieder nach Strukkamp.  Nachdem ich mir wieder etwas gekocht hatte, ging ich noch einmal zur Surfschule, um zum einen Marias Mühen mir das Surfen beizubringen zu bezahlen und zum anderen, um mir meinen Surfschein abzuholen. Damit kann ich mir nun überall ein Board und ein Rigg ausleihen. Stolz es geschafft zu haben ging ich wieder zurück, um meinen letzten Abend auf Fehmarn eingemummelt in meine Decke zu verbringen. Außerdem nutze ich den Abend um schonmal ein bisschen die Sachen zusammen zu räumen und mir einen Plan zu machen, was Zuhause alles so auf mich wartet. Damit ging auch der letzte Abend auf Fehmarn schon vorbei, doch zum Glück nur der letzte Tag auf Fehmarn, denn mein Urlaub war noch nicht ganz vorbei.

Heiligen Hafen

Tag 7 5.7.2018


Nach einer echt kurzen und kalten Nacht erwachte ich bereits um kurz vor neun, entschied mich aber dazu noch ein wenig liegen zu bleiben. Denn als ich meinen Vorhang zur Seite schob, sah ich nicht wie sonst strahlenden Sonnenschein und einen wundertollen blauen Himmel, sondern Wolken. Viele graue Wolken. Das war dann auch die Erklärung dafür, warum ich diese Nacht besonders gefroren hatte. So drehte ich mich also nochmal um und entschloss erst um halb 10 dann wirklich einmal aufzustehen. Zu aller erst ging ich zur Anmeldung, um meine Abreise anzukündigen und erneut noch einmal zum Supermarkt, um doch noch eine Postkarte zu kaufen. Am Platz angekommen räumte ich schon mal das gröbste auf, während mein Kaffeewasser in aller Ruhe vor sich hin kochte. Als dieses entschieden hat heiß genug zu sein und zu dampfen begann, frühstückte ich das letzte Mal auf Fehmarn. Danach wurde dann noch einmal alles gespült und weggeräumt und als dann auch das Stromkabel wieder seinen Platz in meinem Caddy gefunden hat, war es also nun wirklich an der Zeit abschied von der Insel zu nehmen. Ehrlich gesagt fiel es mir dank dem Wetter nicht ganz so schwer, als wenn es wieder so schön gewesen wäre, wie die ganzen tage davor, trotzdem hätte wäre ich gerne noch ein paar Tage dort geblieben. Doch dies ließ zum einen mein Konto nicht zu, zum anderen war der Platz ab Samstag auch komplett ausgebucht. Ich verabschiedete mich noch meinen Nachbarn und dann ging es los. Bevor ich aber wirklich Zuhause ankam, machte ich noch einen Halt in Hamburg, um Jasmin einen Besuch abzustatten. Wir hatten uns am Hauptbahnhof verabredet, sodass ich mir bei dem Hühnerposten einen Parkplatz suchte. Für 5 Euro kann man dort in dem Parkhaus bis zu 4 Stunden stehen, nur als kleiner Tipp am Rande. Einen Parkplatz hatte ich dann auch recht schnell gefunden und so wartete ich draußen auf Jasmin. Inzwischen war es kurz nach zwei, da ich auf der Fahrt nach Hamburg noch einen kurzen Stopp in Lübeck eingelegt hatte, und so beschlossen wir, als sie dann kam, zunächst einmal etwas essen zu gehen. Dadurch, dass Jasmin bereits 3 Jahre hier wohnt, kannte sie sich wirklich gut aus und so fanden wir ein gemütliches und günstiges Restaurant ganz in der Nähe vom Bahnhof. Als wir bestellt hatten, ging das Gerede los. Wir hatten auf Fehmarn nicht wirklich so viel Zeit uns richtig kennenzulernen, also wurde das nun nachgeholt. Nach knapp einer Stunde waren wir jeweils über den anderen um einiges schlauer und auch gut gesättigt, sodass es nun ans Sightseeing gehen konnte.  Wir begaben uns durch die Einkaufstraße Spitalerstraße in Richtung Rathaus. Zwischendurch hielten wir immer mal bei dem ein oder anderem Laden und redeten über dies und das. Vom Rathaus ging es weiter entlang zur Stadthausbrücke. Dort gingen wir eine Etage weiter runter, um am Kanal in Richtung  Baumwall zu gehen. Von dort sieht man schon die Speicherstadt und die Elbphilharmonie. Dort angekommen holten wir uns ein kostenloses Ticket, um hoch hinaus auf die Aussichtsplattform "Plaza" zu gehen. Die Aussicht von dort oben ist gigantisch und auf jeden Fall ein Must-do wenn man in Hamburg ist. Von der einen Seite kann man auf die Promenade Richtung Fischmarkt und auf das Musicalufer schauen und von der Anderen Seite aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Speicherstadt. Unten wieder angekommen begaben wir uns schon wieder Richtung Bücherei, da 3 Stunden schon um waren und wir eine gute halbe Stunde noch zu laufen hatten. Auf dem Weg zurück haben wir noch kurz die St. Nikolai Kirche und erneut die tausenden Geschäfte Hamburgs gesehen. Den kurzen Hamburg Trip ließen wir bei einem Café in der Zentralbibliothek ausklingen und gaben uns das Versprechen uns bald wieder gegenseitig zu besuchen. So waren die 4 Stunden auch schon vorbei und nach dem ich mein Parkticket bezahlt hatte, machte ich mich auf, um die knapp 405 Kilometer auf mich zunehmen. Bereits jetzt erzählte mir die Stimme von Google, dass sich auf meiner Strecke mehrere Staus befinden. Doch diese waren bis jetzt noch recht kurz. Ich hatte mich glaube ich gut entschieden heute zu fahren und nicht wie erst geplant am darauf folgenden Tag. Am Freitag bekamen 4 weitere Bundesländer Sommerferien, unter anderem auch Hamburg, sodass ein Verkehrschaos schon vorprogrammiert war. So sagte mir mein Navi, dass ich gute 4 1/2 Stunden brauchen werde. (Am nächsten Tag habe ich mal spaßeshalber noch einmal die selbe Strecke eingegeben und siehe da, jetzt wären es schon 5:40Stunden.) Gegen 22 Uhr war ich dann Zuhause. Einen längeren Stau hatte ich vor mir, um den ich dank Google Maps zum Glück herum kam, da ich die Umleitung der A7 Richtung Hannover gefolgt bin. Die Freude, dass ich wieder Zuhause war, konnte man vor allem bei meiner Mutter spüren. Aber auch ich freute mich schon ein wenig wieder ein festes Zuhause zu haben. Nachdem wir ein wenig erzählt hatten, mussten meine Eltern dann  aber auch schon ins Bett, da sie im Gegensatz zu mir morgen nicht ausschlafen konnten. Doch davor haben wir noch vereinbart, dass es noch einmal auf Reisen gehen soll und zwar zum Edersee. Dort kann ich dann auch direkt meinen frisch erstandenen Surfschein zum Einsatz bringen. Mit Vorfreuden auf die morgige Reise ging mein Tag dann nun wieder Zuhause zu Ende. Ich glaube langsam weiß ich das warum. Welches Warum? Das Warum aus Göteborg. Ohne diesen ganzen Mist wäre ich nie nach Fehmarn gefahren, hätte nie Surfen gelernt und keine neuen Freundschaften in Hamburg gefunden. Manchmal soll es einfach so sein, wie es kommt.