· 

Kurzurlaub mit Eltern

Kurzurlaub mit Eltern

Habt ihr es schon einmal wertgeschätzt wie wertvoll Urlaub mit Eltern sein kann? Nein? Ich bis vor kurzem auch noch nicht. Doch fangen wir von vorne an.
In Grenaa aufgewacht, begab ich mich sofort um 8 Uhr in Richtung Kiel. Warum Kiel? Weil sich dort meine Eltern zu der Zeit befanden und selbst dort Urlaub mit dem Wohnmobil machten. Gute 350 Kilometer lagen vor mir, sodass ich erst gegen halb 12 bei ihnen ankam. Wir hatten einen Stellplatz direkt an der Kieler Schleuse, wo wirklich die großen Containerschiffe langfahren. Eine wirklich tolle Aussicht beim Frühstück. Nach dem wir also gefrühstückt hatten ging es mit Taxi Caddy auf in die Innenstadt. Wir parkten am Hafenufer und schlenderten entlang der Hafenpromenade um ins Zentrum zu gelangen. Dort konnte man zum Beispiel das TUI Mein Schiff begutachten und die Massen an Menschen die dort wieder rein wollten. Bestimmt ein sehr entspanntes Leben sich mit Hunderten an Menschen von Ort zu Ort zu bewegen...Nun gut jedem das seine. In der Innenstadt angekommen, es war inzwischen 15 Uhr schmiedeten wir Pläne, wo wir denn das Deutschlandspiel schauen können. Google hatte mehrere Optionen zu bieten, sodass wir diese abklapperten. Erst bei der dritten Möglichkeit fanden wir ein Platz. Dieser Platz war zwar schön, jedoch weniger das Spiel. So begaben wir uns rechtzügig nach Ende des Dramas wieder zurück zum Platz, um dort zu kochen. Und schon da war es einfach toll. Ich musste zwar mithelfen, aber ich konnte zum größten Teil mich einfach an einen gedeckten Tisch setzten ohne mir groß den Kopf zerbrechen zu müssen wie, wo und was. Nur das was übernahm ich, denn ich hatte Köttbular importiert, da meine Mutter die noch nie probieren konnte, da diese beim IKEA glutenhaltig sind.

Nach diesem schwedischen Abendessen ging es noch einmal ans Wasser und zwar in das 10 Minuten entfernte Strande. Dort hatte ich auch wieder Wlan, um euch die Neuigkeiten meines Reiseabbruches zu überbringen. Außerdem entschied ich mich mir die Domain (Internetadresse) zu kaufen, da ich gemerkt habe, dass mir dieses Schreiben und gestalten wirklich Spaß bereitet. Gegen 23 Uhr machten wir uns dann wieder zurück zu unserem Stellplatz und so endete auch dieser Tag schon wieder.

28.6 Auf nach Kappeln
Ich erwachte am nächsten morgen leider recht früh in meinem Caddy, da die Hitze nun auch in Deutschland angekommen war. Ich entschloss mich noch ein wenig umher zu spazieren, da meine Eltern noch schliefen. Eine gute halbe Stunde später stand ich vor einem fast fertig gedeckten Frühstückstisch. Wieder eine Sache, die ich früher einfach hinnahm. Heute aber kann es wirklich genießen. Während des Frühstücks wählten wir unseren nächsten gemeinsamen Stopp. Letzten Endes wurde es Kappeln. Eine kleine Stadt zwischen Kiel und Flensburg, direkt an der Ostsee. Als auch feststand, dass ich mir dort ein Fahrrad leihen kann, wurden alle Sachen gepackt und wir fuhren los. Eine Stunde Fahrt später und einen kurzen Stopp beim Fahrradverleih war ich 7 Euro ärmer, aber um ein Fahrrad reicher. Wir hatten einen Stellplatz am Nordhafen gefunden, der nur 12 Euro die Nacht kostete. Nach kurzem Eincremen und Badesachenpacken, ging es mit dem Fahrrad zum Strand. Dieser war knapp 10 Kilometer von Kappeln entfernt, doch die Strampelei hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ein total schöner Sandstrand verbarg sich hinter den Dünen und dadurch, dass er so lang war, verteilten sich die Massen an Menschen auch gut. Dort ließ es sich gut aushalten. Aber nur mit Abkühlungen im Meer zwischendurch, da die Sonne wirklich alles gab. 


Bis 16 Uhr hielten wir uns dort auf, bis wir uns dazu entschlossen zurück zu fahren. Danach stöberten wir noch ein bisschen durch die Läden in Kappeln bis wir bei einem Fischrestaurant hängen blieben. Inzwischen war es bereits halb Sieben, sodass wir hier zu Abend aßen. Es gab frische Dorade, am Morgen gefangen. Auch das ist ein Vorteil an einem Urlaub mit Eltern. Meistens wird man zum Essengehen eingeladen oder bekommt da mal ein Eis ausgegeben oder dort mal eine Sache geschenkt. Gut gesättigt ging es dann wieder zum Stellplatz. Dort wartete die langersehnte Dusche auf mich. Frisch geduscht besprachen wir, wie wir den Abend ausklingen lassen wollen. Hafen am Abend war die Antwort und so begaben wir uns dieses Mal zu Fuß an den Nordhafen. Wir fanden ein Restaurant, welches um 22 Uhr noch aufhatten. Dort besprachen wir auch, wie es denn mit mir weiter gehen wird. Erst war die Überlegung auf eine Insel im Wattenmeer zu fahren, doch diese Fährpreise lagen dann doch nicht in meinem Budget. Aber Insel klang eigentlich gut und so viel meine endgültige Wahl auf Fehmarn. Der Startpunkt meiner Reise wurde also letztendlich das Ziel. Ein Stellplatz war auch schnell gefunden, sodass der Plan sahs. 

Am nächsten Morgen stand dann nach einem letzten gemeinsamen Frühstück das verabschieden an. Ehrlich gesagt war es dieses Mal ein wenig schwerer, obwohl ich wusste ich komme die nächste Woche wahrscheinlich schon wieder zurück. Doch diese 2 1/2 Tage haben mir doch wieder mehr Sicherheit gegeben. So bin ich auch froh, dass ich diese Sicherheit auf dem Campingplatz weiter behalten kann. 2:20 Stunden Fahrt warteten nun auf mich und ein weiteres Abenteuer mit meinem Caddy begann.

Erste Eindrücke von Fehmarn