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Bremerhaven und ein Zwischenfall

ABOUT LAST NIGHT....

Es ist soweit. Die letzte Nacht ist angebrochen. Morgen geht es endlich los und meine Reise kann beginnen. Erster Stopp Bremerhaven. Endlich Meer, endlich Freiheit. Doch wenn man hier so sitzt und es einem wirklich langsam bewusst wird, dass man die nächsten 2 einhalb Monate nicht mehr hier sitzen wird, wird einem schon ein wenig mulmig. Natürlich freue ich mich, das steht außer Frage. Doch weiß ich nicht, ob ich ein wenig zu leichtgläubig an das Ganze dran gehe.Ich weiß es sind „nur" knapp 3 Monate und es ist auch „nur“ Europa aber ein wenig Angst ist trotzdem damit verbunden. Das merke ich nicht zuletzt daran, dass es gerade schon wieder 2 Uhr Nachts ist und ich mal wieder nicht schlafen kann. Ich weiß, dass ich genug Erfahrung die letzten Monate gesammelt habe, um auch diese Etappe zu überstehen. Von meiner letzten Reise nehme ich auf jeden Fall mit, dass ich es dieses Mal ruhiger angehen muss. Nicht zu viel Planung, nicht zu viel Stress und vor allem nicht zu viele Gedanken. Und ein wichtiger Punkt, den gerade die Menschen verstehen, die mich kennen, mehr für mich selbst zu sorgen. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Mal meinen Roadtrip ein wenig mehr genießen kann, als den zuvor, aber ich gehe mit gutem Gewissen voraus und freue mich schon sehr. So geht es nun also morgen früh um 9 Uhr los. Ich starte gemeinsam mit meinen Eltern. Doch der Weg trennt sich dann am Westhofener Kreuz bei Schwerte, wo es dann für mich Richtung Norden gehen wird. Insgesamt454 Kilometer warten morgen auf mich bis ich endlich am Meer sein werde.

Kilometer 0. Es geht los.
Kilometer 0. Es geht los.

9:10 Abfahrt. Nachdem auch die letzten Dinge gut verstaut sind, kann es wirklich losgehen. Meine lange Reise beginnt. Die Aufregung steigt dezent an, als das Navi installiert ist und die ersten Kilometer so an einem vorbeirauschen. Wie bereits vorhin erwähnt ist der erste Stopp nach 2 Stunden an, sagen wir es mal so, an einem sehr speziellen Ort. Vielleicht ist ja unter meinen Lesern jemand der in der Schwulenszene aktiv ist, dann kann ich nur den Wanderparkplatz bei Schwerte Ergste empfehlen. Ich war vor meinen Eltern dort. Schon als ich ankam und auf den etwas im Wald gelegenen Parkplatz fuhr wurde mir direkt komisch. Es standen insgesamt 5 Autos dort und in zwei saßen Männer, die mich mehr als verwirrt anschauten, als ich aus meinem Caddy stieg. Ich hatte mir zunächst nichts gedacht, bis dann das 3. Auto kam und sich auch einfach nur dort hinstellte. Google sollte dann meine Verwunderung auflösen, als man durch ein wenig Recherche auf gewisse Seiten stößt, sobald man den Namen des Parkplatzes eingab. Ich also schnell wieder in mein Auto, meinen Eltern einen neuen Parkplatz geschickt, der nur 550 Meter weiter war und fuhr los, um endlich zu frühstücken. Als auch meine Eltern auf den Parkplatz fuhren, war ich um einiges erleichterter und genoss so das letzte Frühstück mit meinen Eltern. Doch auch dieses ging zu Ende und so rückte die große Verabschiedung immer näher, bis es dann um 12 für mich hieß „Tschüss Familie, hallo Europa“.

3 Stunden lagen nun noch vor mir, die aber ohne große Verzögerungen vorbeigingen. Und so stand ich gegen halb 4 auf meinem Stellplatz für die nächsten 2 Tage.

Nachdem ich den Schlüssel für die Toilettenanlage beim Hafenmeistergeholt hatte, sowie die Standgebühr von 10 Euro pro Nacht beglichen hatte, machte ich mich zu Fuß in Richtung Fischereishafen. Dort soll es ein süßes kleines Café geben, welches 1-2 glutenfreie Kuchenanbieten soll. So ging es mit Hilfe von Google-Maps also Richtung Hafen. Nach knapp 45 Minuten war ich auch wirklich da und genoss in der Sonne mein Stück Käsekuchen mit dem eindeutig besten Latte Macciato seit langem. Die Zeit dort nutze ich, um die zuvor geholten Infos über Bremerhaven mir anzuschauen und zu überlegen was ich morgen unternehmen werde. Das Klimahaus stand schon seit langem fest, doch auch die anderen Sehenswürdigkeiten hörten sich gut an, sodass morgen ein sehr wahrscheinlich langer und anstrengender Tag werden wird. Anschließend schlenderte ich noch ein wenig am Hafen entlang und stattete noch dem E-Center in der Nähe einen Besuch ab, bevor es für mich wieder zurück zum Platz ging. Dort angekommen ging es zum ersten Mal dann ans Kochen. Also Tisch und Stuhl aufbauen, Herd aus der Schublade friemeln, Essen aus dem Kühlschrank holen und schon kann es losgehen. Das blöde nur am Kochen beim Campen ist, dass man anschließend alles sofort wieder spülen und verräumen muss, doch auch nachdem dies abgehackt war und mein Teewasser auch schon kochte,beschloss ich mich noch einmal kurz ins Auto zu setzen, um zum naheliegenden „Leuchtturm“ zu fahren.

Und so sitze ich nun hier mit Blick auf die Nordsee und schreibe die Zeilen und bekomme gerade ein totales Zufriedenheitsgefühl. Es muss nicht immer der teure 5 Sterne All-Inclusive Urlaub sein, um glücklich durchs Leben zu kommen. Auch einfach mal so im Auto zu sitzen, den Blick aufs Meer gerichtet und einfach Mal nichts tun hat etwas an sich, was man nicht mit Geld bezahlen kann. Und so werde ich nun meinen ersten richtigen Urlaubstag ausklingen lassen mit dem Geräusch der Möwen, der Wellen und den Stimmen meiner tollen Seriencharaktere.

In dem Sinne eine gute Nacht und sehr wahrscheinlich bis morgen.

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Rafiii (Donnerstag, 08 August 2019 12:52)

    Das ist ja toll , bist du allaine unterwegs ?

  • #2

    Raffi (Donnerstag, 08 August 2019 12:53)

    Kann sein das da steht. Habe Noch nicht zu ende gelesen �

  • #3

    Hannah (Donnerstag, 08 August 2019 15:39)

    Das klingt nach einem aufregenden Abenteuer! Ich beneide dich drum. Ich wünsche die wunderschöne 3 Monate!!! Werde weiter mitlesen :) LG Hannah Vogel :P