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Amsterdam an einem Tag (wird noch überarbeitet)

Das Zeichen steht dort leider nicht mehr
Das Zeichen steht dort leider nicht mehr

So nun hatte ich also auch Amsterdam auf meiner Bucket List abgehakt. Die Stadt, die 6 Meter unterm Meeresspiegel war, war die Fahrt auf jeden Fall wert, aber ob ich es nochmal brauche? Ich glaube nicht. Ich bin echt kein großer Fan von diesen großen Städten, aber von Anfang an.
Dieses Mal erwachte ich in Medemblik mit Sonnenschein. Damit startet man doch viel lieber in den Tag, als mit Sturmböen von 86km/h, wie den Tag davor. Ich stand also voller Energie geladen auf, obwohl es gerade einmal 8 Uhr war. Ich wollte extra mehr Zeit haben, da ich nun von Bremerhaven wusste, dass es doch einige Zeit in Anspruch nahm, bevor man wirklich losfahren kann. Also entleerte und befüllte ich anschließend meine Wassertanks, machte alles wieder Fahrsicher und setzte natürlich noch in der Zwischenzeit Kaffewasser auf. Zu dem bereitete ich mir noch Frühstück vor, welches ich während der Fahrt zu mir nahm, um Zeit zu sparen. So fuhr ich schließlich um Punkt 9:30 los, um mein nächstes Ziel zu erreichen. Amsterdam. Ich hatte mir zuvor einen kostenlosen Parkplatz rausgesucht und fuhr diesen schließlich an. Ein mit Camper aus Frankreich versicherte mir auch, dass er bereits hier 2 Tage stand und es keine Probleme gab. Ich lief dann also los Richtung Ijplein, um von dort mit der kostenlosen Fähre ruber nach Amsterdam zu setzen. Als ich bereits 5 Minuten lief und schließlich eine Unterführung durchquerte, stoppte ich aprubt. Diesen Weg muss ich später, wgegebenfalls wenn es schon dunkel ist, wieder alleine zurück gehen, dachte ich mir. Also kehrte ich augeblicklich um und entschloss doch direkt zum Fährableger zu fahren und die Gebühr von 5.80 zu bezahlen. Und nein, dass hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern ich finde ich muss das Schicksal ja einfach nicht herausfordern. Und auf mein Bauchgefühl konnte ich mich bis jetzt eigentlich immer gut verlassen. So stieg ich dann letztendlich um 11:05 auf die Fähre nach Amsterdam Central, nachdem ich auch die Komplikationen mit dem Parkautomaten bewältigt hatte. 

Nach einer Überfahrt von gerade einmal 5 Minuten stand ich vor dem riesigen Bahnhofsgebäude von Amsterdam. Wirklich unglaublich. Bis zu 1000 Züge fahren hier täglich ein und aus. Er gehört zu den größten Europa und ist bis heute einer de wichtigsten wirtschaftlichen Drehpunkte für Europa. Nun stand fest, dass ich mich erstmal zu einer Touristeninformation begebe. Die im Hauptbahnhof kann man getrost links liegen lassen, also lief ich hinaus auf den Vorplatz und sah das " I am Amsterdam Zentrum". Dort fand man neben vielen aFlyern auch kostenlose Stadtpläne der Hop-on-Hop-off Busse. Wer sich an meinen Göteborg Eintrag errinert (der mit dem gestohlenen Portemonnaie), weiß das ich auch damals sehr gut damit zurecht kam und so nahm ich diesen auf jeden Fall mit. Während ich mir den PLan ein wenig genauert anschaute, bekam ich mit, wie sich eine deutsche Familie über die Grachtentour informierte. Grachten nennt man die 100 Kanäle, die in und um Amsterdam fließen. Es hörte sich eigentlich Interessant an und ich hatte bereits im Internet gelesen, dass man Amsterdam auf jeden Fall auch mal vom Wasser aus sehen muss. Also bezahlte ich die 16.50 und stieg um 12 Uhr in das Boot ein, welches mir anscheinend in 1 Stunde mit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam zeigen kann. 

Bootstour in Bilder

Mein Resumé : Nein, kann es nicht. Ohne Witz, ich hätte genauso gut auch 16.50 aus dem Fenster werfen können. Klar ist es mal schön Amsterdam auf diese Art und Weise zu erkunden, aber so wirklich berauschend war es nicht. Man bekam einen Audioguide, welcher nur jede 2 Minutengefühlt sprach und meistens erst dann, wenn man längst vorbei ist. Nach dem Motto, hier hätten sie jetzt was sehen können. Das einzige was gut war, war dass man im trockenen saß, als es kurz anfing zu regnen und man einen groben Überblick bekam, wo was ist. 

Blick von der Terasse
Blick von der Terasse

Als ich dann wieder vor dem Bahnhofsgebäude stand und es inzwischen halb 2 war, holte ich mir im nächste Supermarkt etwas zu essen und setzte mich damit auf die Dachterasse des Nemos. Nemo ist das wissenschaftliche Museum in Amsterdam. Doch nach noch nicht einmal 10 Minuten brach ich wieder auf, denn mein Plan war nun strikt gehalten. Während ich nämlich gegessen hatte, habe ich mir einen Plan gemacht, wie ich Amsterdam auf die beste Weise erkunden konnte. Und so lief ich die Treppen wieder hinunter, um meinen eigenen Rundgang zu starten.

So ungefähr sah dieser aus
So ungefähr sah dieser aus

Ich dachte ich berichte einfach, wie ich Amsterdam erlebt habe, was für mich die besten Plätze waren und verbinde das ganze mit ein paar Tipps. Denn ich finde Amsterdam besucht jeder anders. Und jeder kennt bereits die Highlights von Amsterdam und was man dort alles sehen kann. Angefangen bei den 100 Kanälen bis hin zu den Coffeshops, die wie ich erfahren habe nicht nur von Touristen genutzt werden.


1. Besorgt euch einen Stadtplan, welcher auch Bilder beinhalter. Eben so wie dieser von den Bussen


2. Macht euch einen Plan über die Dinge, welche ihr sehen wollt und verbindet die geschickt. In Amsterdam gibt es viele, viele Gassen, welche schnell mal verwirrend sein können. Daher immer schön Straßenmerken und suchen.


3. Wenn ihr einen Plan habt, haltet euch nicht dran. Nein, bei mir ist alles okay und ich habe es wirklich ernstgemeint. Es ist gut eine Route zu haben, aber hätte ich mich permanent daran gehalten, wären mir einige Dinge abhanden gekommen. Ein bisschen so, wie es mir in Kopenhagen ergangen ist. Einfach auch mal eine Seitengasse benutzen, die man schön findet und plötzlich landet man auf dem Hauptplatz "Dam" von Amsterdam. Orientierung findet man überall in der Stadt durch Wegweiser, die einem immer Richtung, sowie Entfernung der Sehenswürdigkeit zeigten.


4. Falls ihr Museumsgänger seid, kauft die Tickets Online. Das spart zum einen Zeit, sowie auch echtes Geld. Außerdem ist es zum Beispiel beim Anne Fank Museum gar nicht mehr möglich vor Ort eine Karte zu kaufen. Eventuell lohnt sich sogar die Museumskarte von 50 Euro, da alleine das Holocaust-Museum 17 Euro verlangt und auch alle weiteren, wie das Van-Gogh-Museum oder das Anne Frank Haus spielen sich in diesem Preisrahmen ab.


5. Plant viel Zeit ein und rechnet nochmal 2 Stunden drauf. Ich habe insgesamt 9 einhalb Stunden in Amsterdam verbracht und hatte nur eine kurze Pfannkuchenpause von 20 Minuten und die 10 Minuten am Anfang. Ich habe auch kein Museum besucht, obwohl das nicht an der Zeit, sondern am Geld gelegen hat. Auch wenn Amsterdam mit 800.000 Einwohner eine recht kleine Hauptstadt ist, darf man es nicht unterschätzen. 


6. Zieht gutes Schuhwerk an. 33000 Schritte habe ich an diesem Tag zurück gelegt und das spüre ich heute auch. Deswegen kommt bloß nicht auf die Gedanken, der Fotos wegen, lieber auf Schönheit, anstatt auf bequemlichkeit zu setzen.


7. Kommt nicht unbedingt zu dieser Zeit hier her. Es ist gerade kurz vor Semester beginn und Amsterdam ist eben auch Studentenstadt. Ich habe mich fast wie in einem dieser amerikanischen Collegefilmen gefühlt. Hier gibt es auch die typischen Studentenhäußer mit seltsamen Namen. Und genau heute war anscheinend der Tag, an dem die neuen Aufgenommen wurden. Die Mädchenhäußer hatten an ihre Roller Luftballons in den Farben der Verbindung gebunden, die Jungs liefen gröllend durch die Straßen und überall hingenan den Häußern die wappen der Verbindungen. Ich kam an einem Jungenhaus vorbei, als gerade die neuen Studenten ausgenommen wurden. Mit Bengalos und lautem ugetrommel und gesang, wurden sie in Empfang genommen. Wirklich witzig mit anzusehen.


8. Und zu guter letzt. Es ist eine Großstadt mit 170 Nationalitäten und vielen Touristen. Aber ich muss sagen, unsicher habe ich mich in keiner Situation gefühlt. Auch nicht im bekannten Rotlichviertel, oder in irgendwelchen kleieren Gassen. Es waren immer mehrere Familien in meiner Umgebung, was wirklich dazu führen kann, dass man sich sichere fühlt. Also man brauch echt keine Angst zu haben alleine herum zu wandern, außer vielleicht Nachts. Das habe und wollte ich aber nicht ausprobieren.

Mein Rundgang durch Amsterdam

Ich hoffe, man konnte so ein bisschen meine Gedanken über Amsterdam nachvollziehen. Es war auf jeden Fall ein schöner, aber anstrengender Tag, der um halb 10 in Amsterdam und dann endgültig um 23 uhr in Leiden, meinem Schlafplatz, endete.
Die nächsten zwei Tage werde ich Leiden, Den Haag, Scheveningen und Rotterdam erkunden, bevor es dann nach Belgien für mich geht.
Und bitte habt bei diesem Artikel ein wenig Rücksicht wegen der Darfstellung, sowie dem Design. Ich hatte nur mein Handy und die App zur Verfügung, da ich den Artikel in Scheveningen schreibe und hier nur mein Handy hatte.
Bis dahin noch eine schöne Woche

Bye bye Amsterdam
Bye bye Amsterdam

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