· 

Leiden, Den Haag und ein verwirrendes Rotterdam

Scheveningen Pier
Scheveningen Pier

Nach Amsterdam war ich nun im kompletten Gegenteil aufgewacht. Leiden ist eine kleine Unistadt, welche aber doch einiges zu bieten hat und mir so viel besser gefiel, als das große Amsterdam. Zu dem kam noch hinzu, dass ich eine besondere Führung bekam. Während meines Fuerteventura-Urlaubes hatte ich nämlich auf einer Katamarantour zwei Holländer kennengelernt, die wie sich herausstellte aus Leiden kamen. Da ich dies noch im Hinterkopf hatte, schrieb ich Ihnen 2 Tage zuvor und zu mindestens Rowan hatte an diesem Tag für mich Zeit. Also führte er mich gegen 12 Uhr durch all die verwinkelten Gassen Leidens und konnte mir dank seinem großen Interesse an Geschichte, so einiges über seine Stadt berichten. Mir gefiel vor allem, dass noch vieles aus der alten Zeit erhalten ist, sowie die ganzen Grachten und Brücken, die einen durch die Stadt führten. Nachdem wir von der Burg, über die Universität, an der sich unter anderem Albert Einstein aufhielt, bis hin zu der heiligen Peterskirche(die Schlüssel zum Himmel sollen sich hier befinden) alles gesehen hatten, brachte er mich letztendlich noch zum Bahnhof, wo es für mich nun weiter nach Den Haag, sowie Scheveningen gehen sollte. Mit Hilfe von Rowan löste ich das Tagesticket von gerade einmal 11 Euro und verabschiedete mich vorerst von ihm, da er nun auch arbeiten musste.

Mein Zug kam auch sofort und so nutze ich die Fahrt von gerade einmal 12 Minuten, um mich über Den Haag, sowie Scheveningen zu informieren. Ich entschied mich in Scheveningen nur den Pier zu besuchen. Die 3 Kilometer lange Strandpromenade erreicht man am besten mit der S-Bahn und steigt dann am Kunsthaus aus. Sobald man ausgestiegen ist, muss man nur den Menschenmassen folgen und schon breitet sich vor einem ein wunderbares Bild von der Nordsee aus. Ich entschloss erstmal zum Strand zu gehen, von dem man einen tollen Blick auf den Pier, sowie das berühmte Riesenrad bekam. Nachdem ich ein wenig auf und ab gegangen bin und es leider wieder mehr regnete begab ich mich nun auf den Pier. Man kan sich das so vorstellen, wie eine lange Einkaufs,- sowie Esspassage auf 2 Stockwerken plus einem Stockwerk im Freien, welches einen zum Riesenrad brachte. Nachdem ich auch einmal draußen aufs Meer hinaus gelaufen bin, ging ich dann doch lieber rein und setzte mich in ein Kaffe, um unter anderem 2 Stunden lang meinen Blogeintrag über Amsterdam zu schreiben. Nach eben diesen 2 Stunden war es inzwischen 16 Uhr und ich ging wieder entlang der Strandpromenade Richtung S-Bahn Station, um wieder zurück nach Den Haag zu fahren.

Zu Den Haag kann ich Rückblickend sagen, dass es echt eine schöne Stadt ist, die ein bisschen mehr Zeit bedurft hätte. Da ich aber nur 4 Stunden hatte, bis der letzte Zug fuhr, schaute ich mir nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an, wie den Palais Noordeinde , in dem Prinzessin Juliana und Prinz Bernhard, Prinz Konstantin und Prinzessin Laurentien geheiratet haben, und den Binnenhof, der wichtigste politische Ort der Niederländischen Geschichte.

Auf jeden Fall werde ich Den Haag nicht zum letzten Mal besucht haben. Gegen 8 Uhr nahm ich dann wieder den Zug zurück und stoppte nochmal kurz beim Spar-Supermarkt, in dem Rowan arbeitet, um mich von ihm zu verabschieden, sowie noch etwas für mein Abendessen zu kaufen. Der Tag war wirklich schön, gerade weil man einfach mal wieder sich mit jemanden Unterhalten konnte und einfach mal nicht alleine war. Da der nächste Tag wieder eindeutig anstrengender werden würde, ging ich um 23 Uhr schon schlafen und freute mich schon auf Rotterdam.

Sehr wichtiger Stopp
Sehr wichtiger Stopp

Um 11 war es dann soweit. Ich srtand vor meinem im voraus gebuchten Parkhaus, wollte einfahren und stoppte sofort wieder. Eine ewig lange Schlange an Autos hatte sich davor gebildet und vermmieste mir sofor meine gute Laune. Na super, dachte ich mir, und jetzt? Doch ich wäre nicht ich, wenn ich mich davon hätte unterkriegen lassen. So rief ich sofort bei dem Anbieter meines Parkplatzes an und dieser entschuldigte sich direkt und sagte mir ich solle einfach an alles vorbei fahren und er mache mir die Schranke der Ausfahrt auf. Ein tolles Gefühl, wenn man das mal so sagen darf. Nun konnte es also los gehen. Mit (noch) guten Dingen verließ ich das Parkhaus, die Schlange war immer noch genauso lang, und steuerte direkt das Touristeninformationscenter an, welches hinter dem Maritiemmuseum lag. Dort besorgte ich mir eine kostenlose Karte, sowie eine Liste mit Dingen, die man gesehen haben muss und legte mir meinen Rundgang zurecht. Ganzn schlechte Idee. Wirklich schlecht. Gut zunächst brachte sie mich zu der Markthale, sowie 2 Kirchen, dem Alten Hafen und dem Würfelhaus. Doch die tolle kostenlose Karte, beinhaltete Sehenswürdigkeiten, die man sich echt sparen kann. So verlor ich fast 2 Stunden, weil ich einfach in irgendwelche Vierteln herumirrte, weil die sich in der Beschreibung ganaz schön anhörten. Fehlanzeige. Nun musste ein neuer Plan her. Mit Hilfe von Google Maps gelangte ich zum Bahnhof, und kaufte mir dieses Mal einen Plan, der auch eindeutig mehr Infos bereit hiellt. Also mit neuer guten Laune ging es vom Centraal-Rotterdam in Richtung Mauritskwartier. Dort befindet sich neben dem Theater, auch eine Art Park.

Danach biegt man in die Straße Lijnbaan. Eine riesige Einkaufsmeile, welche der Zeil gleicht. Von dort kommt man auch zum Stadhuis, dem Rathaus der Stadt. Etwas weiter entlang der Lijnbaan befindet sich die Metrostation  Beursplein. Zu dieser gelangt man durch die Beurstraverse, welches eine Art Unterführung ist und die Lijnbaanstrasse, sowie die Hoogstraat mit einander verbindet. Es ist jedoch keine gewöhnliche Unterführung, sondern wieder eine Einkaufsstraße. Auf der einen Seite befindet sich das World Trade Center und direkt gegenüber liegt das  de Bijenkorf, das Luxuswarenhaus schlecht hin. Der vorgeschlagene Rundgang würde uns jetzt zum Laurenskwartie führen. Dort liegt unter anderem die berühmte Markthal und das Kunstwerk "Kijk-kubus", welches ein Wohnblock ist, das aussieht wie kleine Würfel. Außerdem kann man dort die Laurenskerk finden, die der Namensgeber dieses Viertels ist. Da ich dort aber bereits zu Beginn meines Tages war lief ich direkt weiter zur  Witte de Withstraat. Eine Straße voll von Restaurants und Cafés. Die Kunst und Kulturstraße bietet neben Essen jedoch auch jede Menge an Kunst. An fast jeder Ecke findet man Streetart oder eine Skulptur. Wir lassen die Straße nun aber im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und gehen weiter zum Museumpark. Er bildet das Zentrum des Museumkwartie. Rings um ihn herum findet man das Naturkundemuseum, die Kunsthalle, sowie ein Konzertpark und viele weitere kleinere Ausstellungen. Sobald man an de Kunsthalle vorbei ist, sieht man auch die nächste Attraktion. Der fast 185 Meter hohe Turm ist zwar de Touristen-Hotspot schlecht hin, jedoch wollte ich trotzdem keine 11 Euro dafür ausgeben und ging direkt weiter zum historischen Delfhaven. Okay gut, direkt ist schamlos untertrieben. 5 Kilometer waren es fast und irgendwann hat man wirklich keine Lust mehr. Die Beschilderung dorthin war grottig und irgendwie hatte ich das Gefühl, man wird im Kreis geführt. Nun ja, letztendlich habe ich es doch geschafft und bin mir immer noch nicht sicher, ob es sich wirklich gelohnt hat. Es ist ganz süß der, aber mehr auch nicht. Für alle Instagramerfahrenen, dort befindet sich das berühmte rote Herz aus Metall. Nach dem ich also auch diesen Punkt auf meiner "10 Dinge, die man in Rotterdam gesehen haben muss" streichen konnte, ging es wieder zurück Richtung Auto und zwar zur Erasmusbrücke, Ich hatte mich extra für das dortige Parkhaus entschieden, damit mein Rundgang dort enden konnte. Doch bevor es wirklich wieder zum Auto ging, bestritt ich zuerst die 802 Meter lange Brücke. Wirklich ein gigantisches Bauwerk. Von der Brücke hatte man ein echt tollen Blick auf Rotterdam, sowie auf das Kreuzfahrtterminal. Zu dem Zeitpunkt lag dort auch ein riesiges AIDA Schiff, aber dieses Thema hatten wir ja bereits, also fahre ich einfach schnell fort. Auf de anderen Seite konnte man eine Erhöhung hoch gingen, damit man noch einen besseren Blick auf die Erasmusbrücke bekam. Nun war es inzwischen halb 9 und da mein Ticket nur bis 9 lief, ging ich wieder die 10 Minütige Strecke zurück und fuhr los. Ich hatte mich noch nie in meinem Leben so sehr aufs Autofahren gefreut. Denn Fahren bedeutet sitze und das hatte ich nach wieder einmal 33000 Schritten und 9 Stunden auf den Füßen sowas von nötig. So fuhr ich dann zu einem kostenlosen Stellplatz bei einem großen Wohnmobilhändler mitten im Gewerbegebiet von Roosendaal und weihte auch zum ersten mal mein Autobadezimmer ein. Nach diesen doch sehr anstrengenden Tagen gönne ich mir jetzt erst einmal ein paar Tage Ruhe. Und wie genau das aussieht, sowie was ich bisher nach einer Woche feststelle, lest ihr im nächsten Beitrag. Bis dahin schöne Grüße schon mal vom Meer.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0