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Gent vs. Brügge

Wenn man im Internet recherchiert finden man gespaltene Meinungen. Die einen lieben Gent und hassen Brügge. Die anderen hassen Gent und lieben Brügge. Ich habe also beide Städte besucht und biete euch nun einen Vergleich, sodass ihr am Ende selbst entscheiden könnt. Vorweg schon einmal meine Meinung. Ich liebe beide Städte.

Anreise und Parken

Gent

Nach Gent kommt man super von der Autobahn aus. Nur dann wird es in der Stadt ein bisschen kompliziert, da ich zurzeit leider viele Baustellen in der Stadt befinden. Doch da Google Maps selbst die neuen Straßensperrungen kennt, war es kein Problem den Parkplatz am Yachtdreef/Kanuverleih zu finden. Dort parkt man kostenlos und ist in knapp 20 Minuten im Zentrum. Ansonsten gibt es auch einen P+R Parkplatz mit kostenlostem Shuttlebus. Doch dort darf man nicht übernachten.

Brügge

In Brügge hatte ich mich für das Parkhaus am Bahnhof entschieden. Dort parkt man für gerade einmal 3,50 Euro den Tag kostet Außerdem bkann man das Parkticket für den dort haltenen Bus verwenden. Ich lief jedoch ins Zentrum und brauchte gerade einmal 12 Minuten zum ´t zand. Der Platz an dem sich das Touristencenter befindet.


Planung und Rundgang

Gent

Also wirklich erst einmal ein riesen Lob an die Tourismuszentrale Gent. Man bekommt dutzende Informationen und Materialen komplett kostenlos. Zu dem stehen einem 3 Pcs zur verfügung, sowie eine Interaktive Plattform, auf der man einen digitalen Stadtplan findet. Außerdem sind die Mitarbeiter total freundlich und helfen einem wo sie nur können. So erhielt ich einen Stadtplan, einen Stadtführer mit vielen Informationen zu den Sehenswürdigkeiten, sowie Tipps von Einheimischen und das alles für 0 Euro. Fantastisch. Auch in der Stadt gibt es ausreichend Beschilderungen, die einem die Sehenswürdigkeiten, sowie die verschiedenen Viertel zeigen. So konnte ich getrost meinen Plan auch mal links liegen lassen und einfach so drauf los marschieren. Das würde ich generell für beide Städte empfehlen. Sie sind beide nicht sonderlich groß, was bedeutet, dass wenn man mal vom Weg abkommt, man immer wieder zurück findet. Man kann ich einfach so durch die vielen süßen Gassen treiben lassen, ohne Angst zu bekommen, sich verlaufen zu haben.

Brügge

Hier war auch mein erster Anhaltspunkt das Touristencenter. Nur leider wurde ich hier nach gestern schwer enttäuscht. Gut, der kostenlose Stadtplan war auch wirklich sehr gut und ich habe mich damit wirklich sehr gut zurecht gefunden. Jedoch waren die Mitarbeiter alles andere als freundlich und offen. Sie saßen beide hinter ihren PCs, unterhielten sich lautstark und gaben einem direkt das Gefühl, dass man sie stört, sobald man sie etwas fragen würde. So benutzte ich liebe einen der beiden Computer und bekam so die Informationen, die ich brauchte. In der Stadt gibt es auch wieder viele Wegweiser, die einen aber eher auf Hotels hinweisen, als auf die Sehenswürdigkeiten. Doch sobald man Straßennamen lesen kann und eine Karte zur Hand hat, kommt man damit problemlos durch Brügge. Und auch hier wieder der Tipp. Einfach treiben lassen. So kommt man dann zum Hafen, an dem gerade ein kleines Konzert gespielt wird. Oder gelangt in eins der vielen Viertel, in denen man kurz den ganzen Touristen entfliehen kann.


Sehenswürdigkeiten

welche Stadt hat mehr zu bieten

Gent

Zu aller erst würde ich euch raten auf den Belfort zu steigen. Von der oben hat man den besten Ausblick auf die Stadt und man bezahlt, sobald man unter 25 ist nur noch 2.70, anstatt den 8Euro, die es normal kosten würde. Von dort oben sieht man die St. Baafskathedraal, sowie die St. Niklaaskerk. Alles keine 5 Minuten von Belfort entfernt. Generell befinden sich dort in der Limburgstraat alle wichtigen Sehenswürdigkeiten.

Auf jeden Fall muss man dann sich noch auf machen und  sich entlang der Leie zur Burgstraße begeben. dabei kommt man unteranderem auch an der St-Michielskerk vorbei. Allgemein gilt für Gent, immer entlang des Wassers, dann verpasst man nichts. Wenn man weg von den ganzen Touris möchte, begibt man sich in das Studentenviertel mit der Bücherei, einem großen Park, sowie weiteren süßen Gassen, die einem zum herumschlendern einladen. Am besten dann über die Brücke der Straße "Godhuizenlan", den dann bekommt man noch ein wenig Kunst ab.  Dort befindet sich das Stam, umgeben von kleineren Museen und einem großen Park, indem des Öfteren Musik gespielt wird.

Brügge

In Brügge hingegen ist alles ein wenig verstreuter, was ich aber persönlich besser finde. Natürlich gibt es mit dem Burgplatz, sowie dem Marktplatz die typische Hotspots, jedoch verteilt es sich gut, sodass man meistens eher alleine läuft, um von a nach b zu kommen. Man findet immer etwas zu sehen, sobald man am Wasser entlang läuft. Aber auch zwischen den Häußern findet man immer wieder kleinere Parks oder Gärten, die einfach nur wunder schön sind. Sehr zu empfehlen ist der Burg-, und Marktplatz, sowie die St. Jakobspleinkirche, der Begijnhof mit einem Abstecher in den Poertorenpark und das Gruuthusemuseum, dem Stadtpalast.

Aber auch hier einfach treiben lassen. Nicht nur nach Karte laufen, sondern mal da abbiegen und dann mal wieder dort und dann wieder zurückkehren. So macht Sightseeing eindeutig mehr Spaß, denn Sehenswürdigkeiten hat Brügge genug zu bieten, die man manchmal auf der Karte an sich nicht findet, aber einfach so total schön sind.


Wohlfühlfaktor

der für mich wichtigste punkt

gent

Gent hat mich leider mit Regen begrüßt. So sah alles natürlich erstmal nicht ganz so schön aus. Zu dem liegt der Parkplatz in einem nicht ganz so schönen Viertel, sodass der erste Eindruck erstmal naja war. Doch sobald man die Leie überquert hat und in einer der vielen Gassen landet, ist all das schon wieder vergessen. Es ist wirklich unglaublich wie eine Stadt einen so positiv stimmen kann. Man weiß gar nicht wo man zuerst hinschauen soll. Auch die Menschen um einen herum versprühen genau dieses Gefühl, sodass der Wohlfühlfaktor auf jeden Fall gegeben ist. Außerdem ein ganz großer Pluspunkt, war der Abend in Gent, in dem ich 3 Studenten auf meinem Parkplatz kennengelernt hatte und so einen echt schönen und witzigen Abend verbringen konnte. Das einzige was mich ein wenig gestört hat, war leider das Wetter und ab und an die eindeutig zu vielen Menschen auf einem Fleck. Aberdas gehört nun mal zu einer Stadt, wie Gent, dazu und von daher sehe ich da einfach drüber hinweg.

Brügge

Brügge hatte einen ganz großen Vorteil gegenüber Gent, denn ab 12 Uhr hat permanent die Sonne geschienen. Auch kam man irgendwie anders durch die Stadt, als in Gent. Dadurch, dass sich eben nicht alles in einer Straße befand, musste man sich immer erst einen Weg suchen. Und dieser führte einen dann immer zu einem anderen Punkt, der fast noch schöner war, als der vorherige. Man setzte sich dann einfach mal auf eine Bank du genoss in der Sonne den Ausblick auf das neu entdeckte. Zu dem war es einfach Sonntag. Und dadurch war die Stadt eindeutig leerer, als an einem Wochentag. Vorteil wieder für Brügge. So konnte man mit nur wenigen Menschen neben einem alles besondere Besichtigen und hatte nicht das Gefühl mit gezogen zu werden. Und sicher hat man sich alle mal gefühlt.


So ich hoffe euch hat de kurze Überblick der beiden belgischen Städte gefallen. Jetzt heißt es für mich "Vaarwel, Belgien" und "Salut, la France". Ich freue mich schon sehr auf die Normandie und bin gespant was ich alles in Frankreich erleben werde

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