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Un dia en Barcelona

Ich habe es tatsächlich nach Barcelona geschafft. Nach dem ich Valencia hinter mir gelassen hatte, war ich mir nicht wirklich sicher, ob ich die größte Stadt Kataloniens besuchen sollte. Warum fragt ihr euch? Nun ja, es liegt auf keinen Fall an der Stadt selber, sondern viel mehr, was die Personen mit ihr gemacht haben. Barcelona ist bekannt für seine hohe Kriminalitätsrate und das vor allem bei ausländischen Autos. Nicht selten hört man von aufgeschlitzten Reifen an Ampeln und wenn dann die „Helfer in der Not“ anrücken, ist das nur eine miese Masche, um das Opfer zu beklauen. Oder aber allgemeine Autoeinbrüche, Taschendiebstähle, Stehlen von Elektrogeräten, und, und, und sind leider in Barcelona Alltag. Doch ich habe es trotzdem in diese wunderschöne Stadt geschafft und sagevorweg, wenn man seine Sachen nah am Körper trägt, nicht rumbrüllt, dass man Tourist ist, sich anständig kleidet (keine weißen Socken in Sandalen) und generell einfach der Stadt respektvoll begegnet steht einem ein wunderbarer Tag in Barcelona bevor. Bevor ich euch nun aber von meinem wundertollen Tag in der Stadt Gaudis berichte, möchte ich noch kurz ein paar Gedanken los werden und zwar zum Thema Wildcampen bzw. allgemein die Parkplatz suche allein.

Die große Parkplatzsuche

So sieht das ganze dann in der App aus
So sieht das ganze dann in der App aus

Ich hatte noch 3 Nächte, bevor mich die liebe Nina durch Barcelona führen würde. Also 3 Nächte, wo ich mir überlegen musste, wo ich schlafen könnte. Die erste Nacht war noch bereits am selben Tag, an dem ich zuvor durch Valencia geschlendert bin. Bei mir sieht es dann meist folgendermaßen aus. Mit Hilfe der App „Park4Night“ suche ich meine Stellplätze raus. Meistens die Baumplätz, da diese in der Natur oder eben meistens am Strand/Meer liegen. Man sieht auch immer Kommentare und manchmal auch Bilder, jedoch weiß man natürlich nie, ob andere Camper dort sind, wie die Gegebenheiten vor Ort sind, oder wie der Weg dorthin ist (Google Maps zeigt sich da nicht immer von seiner besten Seite). Z.B in dieser Nacht hatte ich mir einen Parkplatz eine Stunde von Valencia rausgesucht. Es war ein kostenloser WoMo-Stellplatz in einer Stadt. Ich kam zwar gut an, jedoch war allesvoll. Also musst ich weiter fahren. Der nächste mit einigermaßen guten Kommentaren lag 20 Minuten entfernt, also ab dort hin. Er lag zwar am Strand, aber in einer dunklen Straße, wo ich mich totalunwohl gefühlt hatte. Also weiter gehts. Nochmal 25 Minuten fahren. Und das war der reinste Horror. Ich hatte die eine Zufahrt verpasst, aber laut Maps, lag keine 50 Meter weiter eine weitere. Also bog ich dort ab, was sich als totale Katastrophe herausstellte. Bereits am Eingang hätten mich die Barriere auf der linken Seite stutzig machen müssen, aber es war bereits Dunkel und soviel konnte ich auch nicht sehen. Dieser Platz über den mich Maps nun leitete sah aus wie ein ehemaliger Markt. Die Straße war super eng und rechts und linkswaren Bordsteine, die meinen Reifen gefährlich nahe waren. Zu dem waren im 5 Meter Abstand waagerecht Regenrillen, die jedoch mindestens 15 Zentimeter aus der Erde schauten und nicht abgerundet waren. Für mich stand fest hier will ich so schnell es geht einfach nur weg!!! Ich bog also bei der nächsten Ecke ab, um diesen gruseligen Ort zu verlassen. Jedoch stand ich dann plötzlich vor diesen Barrieren am Anfang. Zuvor bin ich auch noch über eine totalspitze und weit herausstehende Regenrille gefahren, sodass ich ernsthaft glaubte, meine Reifen wären zerstört. Nun stand ich da also vor diesen sch*** Barrieren und kam nicht weiter. Rückwärts würde ich es im dunkel nicht schaffen die Einbahnstraße wieder zurück zu fahren, also half nur eins. Ab über den 30-50 Centimeter hohen Bordstein. Ich setzte natürlich total auf, kam aber drüber und dann nix wie weg. Hier nochmal ein großes Dankeschön an VW, dass die so stabile Autos bauen. Der nächste Platz war zwar nur 10 Minutenentfernt, jedoch führte mich der Weg durch ein total verlassenes Neubaugebiet. Die Straße war zu dem leider auch nicht die beste, trotzdem kam ich heil an. Es waren auch noch 2 andere Vans dort, sodass ich beschloss hier zu bleiben. Und so ungefähr sah es leider den nächsten Tag auch wieder aus, zwar ohne Regenrillen, aber mit 3Parkplätzen, die ich anfahren musste. Ich will hier jetzt nicht rumheulen, oder mich beschweren, wie schrecklich es doch wäre einen Platz am Meer zu finden. Ich wollte nur mal los wären, dass es nicht immer puren Sonnenschein gibt und man wirklich oft an seine Grenzen kommt. Zu dem habe ich einfach gemerkt, wie schön es manchmal gewesen wäre, wenn doch noch jemand dabei gewesen wäre. Wenn man nämlich alleine unterwegs ist, muss man sich einfach um ALLES kümmern. Platz suche, Wegbeschreibung folgen, Straßenregeln beachten, nach Schlaglöchern etc. Ausschau halten, während man eigentlich mal ein Straßenschild lesen wollte und so weiter. Außerdem hatte ich jetzt schon mehrere Plätze gefunden, die superschön gewesen wären, jedoch wo es mir alleine einfach zu unheimlich wurde. Das wars auch schon was ich mal sagen wollte. Alleine reisen ist auf jeden Fall genial, nur man muss sich dessen einfach bewusst sein.

Ein herrlicher Tag in Barcelona

So einen Ausblick hätte ich auch gerne, wenn ich aus meiner Haustür rauskomme.
So einen Ausblick hätte ich auch gerne, wenn ich aus meiner Haustür rauskomme.

So, nun kommen wir aber zum schöneren Teil. Barcelona. Ich hatte die Nacht vor Barcelona am Strand in Casteldefells geschlafen, dem Ort, wo mein Freundin wohnte. Die Nacht war zwar leider durch den enormen Regen, der plötzlich in der Nacht anfing, nicht gerade die Erholsamste, trotzdem stand ich Punkt 9:30 bei ihr vor der Tür. Nach noch einer Runde Kaffee ging es dann zum Bahnhof, von wo uns der Zug in 30 Minuten nach Barcelona brachte. Vom Bahnhof aus sollte es zu unserer ersten Sehenswürdigkeit gehen, dem Park Ciutadelle. Leider war dieser aber heute geschlossen. Grund war die derzeitige politische Lage in Katalonien, da sich hier in diesem Park das Parlament befand. Mehr dazu aber später, wen ich euch mit zum Placa d‘Espanya nehme. Vom Parc Ciutadelle ging es nun wieder zurück Richtung Bahnhof, da wir uns nun auf zum Platja machen. Dem Stadtstrand Barcelonas. Dabei kommt man am beeindruckenden Yachthafenvorbei und kann ein bisschen rumträumen wie toll das Leben mit so viel Geld wäre. Sobald man diesen passiert hatte, stand man auch schon vor dem schönen Mittelmeer. Eine riesige Strandpromenade lag vor uns, die wir zunächst einmal nach rechts Richtung W-Hotelgingen. Ein futuristisches Hotel, welches eigentlich Illegal dort steht. Denn in Barcelona müssen Gebäude mindestens 50 Mete Abstand zum Meer haben. Hier warn es allerhöchstens 10. Dort machten wir ein paar Bilder, schauten den Skatern zu, wie sie ihr können unter Beweis stellten und schlenderten dann wieder zurück zum Strand, um die Promenade nun Richtung Zentrum entlang zu gehen. Dabei kommt man an unzähligen Cafés und Hotels vorbei, sowie den ganzen Underground Diskotheken. Hier wird nämlich unter der Erde gefeiert. Die Eingänge liegen im 20 Meter Abstand an der Promenade, aber das wirkliche Nachtleben spielt sich erst weiter unten ab. Wirklich eine schlaue Idee, zwecks Lärm und Platzmangel. Dahinter bogen wir dann irgendwann ab, um Richtung Placa Cataluna, wo auch die berühmte Einkaufsstraße „La Rambla“ anfängt. Bevor ich mich dort aber hineinwage, suchten wir uns zunächst etwas zu essen, da meine Freundin Nina gleich für 2 ein halb Stunden in die Uni muss und ich anschließend alleine weiter ziehen werde. Wir wurden auf der Terrassen von Flax&Kale fündig und nachdem wir nun gestärkt waren, ging es für mich entlang der Rambla Richtung Metrostation, um zum Placa d‘Espanya zu gelangen. Warum um „La Rambla“ so einen großen Hype gemacht wird, kann ich nicht wirklich nach vollziehen. Es ist eigentlich nur ein großer Bürgersteig in mitten von 2 Straßen, der einen zum Hafen bringt. Rechts und links hat man dann die typischen Souvenirshops, Restaurants und Kiosk, so wie natürlich die ganzen Schwarzverkäufer, die einem „Gucci“ und „Prada“ andrehen wollen. Ganz lustig ist aber anzuschauen, was passiert, wenn doch mal die Polizei vorbei fährt. Dann werden in kürzester Zeit die ausgebreiteten Laken per festgemachter Schnur zusammengezogen und abgeht es in die Metrostation. Und wirklich, wo zuvor noch mindestens 10Männer mit ihren Produkten standen, laufen jetzt nur noch Touristenlang. Aber genau so schnell sie verschwunden sind, genauso schnell kommen sie auch wieder hervor aus ihrem Metroversteck. Und so läuft es dann den ganzen Tag. Wirklich machen kann die Polizei da nichts, aber wenn man als Tourist mit illegaler Ware erwischt wird, kann auf einen eine Strafe von bis zu 50 Euro warten. Also lieber einen Bogen um diese „Verkäufer“ machen und allgemein lieber um die „La Rambla“. Dort kostet alles sowieso viel zu viel und wer hier irgendwas kauft, egal ob Kaffe, Eis oder Souvenire, outet sich direkt als Tourist und ist das perfekte Opfer für die Taschendiebe. Denn das Gefühl permanent unter Beobachtung zu stehen hatte ich wirklich auf der „La Rambla“. Auch gab es immer ein paar unheimliche Männer, die sich im Minutentakt zu genickt hatten, nach dem sie an bestimmten Menschen vorbeigelaufen sind. Und sobald man dann auf der „La Rambla“ etwas kauft, wissen diese personen direkt, wo man sein Portemonnaie hat. Von daher immer schön aufpassen und einfach nur schnell drüber laufen. Sobald man am Ende der „La Rambla“ steht, erstreckt sich vor einem der Hafen, sowie das Aquarium Barcelonas. Zudem befindet sich dort auch ein riesen Einkaufszentrum, was keine Wünsche offen lässt. Ich aber drehe wieder um, um zur Metro zurückzukehren und zum Placa d‘Espanya zu fahren. Dort angekommen, blickt man direkt auf die Stierkampfarena, die heute ein großesEinkaufszentrum bildet. Dort ging ich als nächstes rein, da ich obenauf der Terasse Menschen sah und mir dachte „da muss ich hin“. Und nur als Tipp. Spart euch die 2 Euro, die am Eingang für den Aufzug verlangt werden. Natürlich könnt ihr diesen gläsernen Aufzug benutzen, oder aber ihr geht für umsonst einfach ins Einkaufszentrum rein und fahrt per Rolltreppe hoch. Die Aussicht ist die gleiche und für die 2 Euro kauft ihr euch lieber eine schöne Postkarte oder ein anderes Andenken an Barcelona. Von dort oben habt ihr dann einen wirklich schönen Blick auf den Placa, sowie auf den 173 meter Hohen Montjuis. Dort befindet sich auch der Nationalpalast „Palau Nacional“, welcher heute das Nationale Kunstmuseum beherbergt. Zu dem sah man an diesem Tag aber auch noch etwas anderes. Und zwar jede Menge Polizei, am Boden, sowie in der Luft, und jede Menge Demonstranten mit katalanischen Flaggen. Und nun kommen wir wieder zurück zum gesperrten Park und was sich zurzeit in Barcelona abspielt.

Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien

Und zwar wurde am 14.10 das Urteil für 9 Politiker gesprochen. Bis zu 13 Jahre Haft warten nun auf die Separatisten. Der Vorwurf: Veruntreuung und Ungehorsam. Aber warum wurden diese Politiker verurteilt?

Vor 2 Jahren, genauer gesagt am 1.10.2017, gab es ein Unabhängigkeitsreferendum, welches jedoch zuvor durch das spanische Gericht für rechtswidrig erklärt worden war, da eine solche Abstimmung einer autonomen Gemeinschaft gegen die spanische Verfassung verstößt. Dennoch fand diese Abstimmung statt, da das Regionalparlament zuvor ein umstrittenes Gesetz knapp beschlossenen hatte, welches diese Abstimmung doch für rechtskräftig erklärt. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 42,3% wovon 90% mit JA stimmten, also für einen unabhängigen Staat. Jedoch führte dieses Referendum zu einer Verfassungskrise und nachdem am 27.10 zwar die Ausrufung einer unabhängigen Republik stattfand, durchzog das Spanische Parlament durch Berufung auf den Verfassungsnotstand eine Entmachtung der katalanischen Regierung und es kam zu vorgezogenen Neuwahlen im Dezember 2017. Dass das den Bürgern Kataloniens nicht gefiel, war natürlich klar. In der Zeit zwischen dem Referendum und den Neuwahlen hatte sich Katalonien gespaltet. Es gab vieler Orts Auseinandersetzungen von sogenannten  "independentista" und Republikanern. Leider endeten diese häufig mit Gewalt, was nun auch die EU dazu veranlasste sich einzuschalten. Die EU-Kommission erklärte bereits ein Tag später das Referendum als nicht legal und äußerten sich dazu, dass auch wenn dieses Referendum jemals legal durchgeführt werden sollte, würde man Katalonien aus der EU ausschließen, denn Gewalt könne kein Mittel der Politik sein. Jean Claude Junker, der damalige Präsident der EU-Kommission, wertete daher die Auseinandersetzung als innenpolitisches Problem Spaniens ab und so entzog sich die EU dem ganzen wieder. Dieser Beschluss sorgte jedoch alles andere für Ruhe und die Demonstrationen, sowie Generalstreiks gingen weiter. Zwischen den 2 Jahren passierte dann aber erstmal weniger. Natürlich war die Stimmung immer angespannt, jedoch nicht so wie es jetzt gerade der Fall ist. Nach dem nun also geklärt war, warum diese Politiker nun in Haft müssen, kommen wir zu der derzeitigen Situation. Ab dem 14.10 ist die Stimmung gekippt. Direkt am Abend des Urteils gab es bereits die ersten Auseinandersetzungen mit der Polizei, sodass das Parlament abgesperrt worden ist. Am Folgetag, also dem Tag, wo ich mich in Barcelona rumtrieb, gab es dann die ersten öffentlichen Demonstrationen mit Sitzstreik mitten auf dem Placa d‘Espanya. Abends folgten dann leider nicht ganz so friedliche Demonstrationen, die mal wieder mit Gewalt und einem großen Feuer auf der Straße endeten. Am 18.10 wurde dann in Katalonien der Generalstreik ausgerufen, der die Lage ins Extreme gebracht hat. 55 Flüge fielen aus, Touristenattraktionen wurden blockiert und gefühlt jedes Geschäft, welches kein Großkonzern war, wurde geschlossen. (Ich hatte es selbst in Cadaqués miterlebt. Es war fast wie in einer Geisterstadt an dem Tag.) Am selben Tag trafen auch die fünf sogenannten "Märsche für die Freiheit" in Barcelona ein, bei denen über 10.000 Menschen beteiligt waren. Auch kleinere Blockaden gab es z.B in Figeures. Das weiß ich daher, da ich selbst im blockierten Kreisel stand. Und das ganze 20 Minuten, bis mich endlich eine der Jugendliche durchließ, nach dem sie mein deutsches Nummernschild gesehen hatte. Wie es nun weiter gehen soll steht bis dato noch in den Sternen. Weitere Demonstrationen sind für das nächste Wochenende bereits angesetzt. Daher wird z.B auch der Fußball-Klassiker - auch "Clásico" -  zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid nicht wie geplant am 26.10 stattfinden. Für mehr Infos verlinke ich euch hier, sowie hier meine Quellen, wo man auch die Ausschreitungen per Video sehen kann. Ich hoffe, dass das ganze Verständlich rüber kam. Ich habe es versucht so neutral wie möglich zu schreiben und möchte dabei keinerlei politische Meinung vertreten.

Kommen wir nun aber wieder zum touristischen Barcelona. Ich stand nun also oben auf einer der 3 Stierkampfarenen. Alle 3 sind aber nicht mehr dem Stierkampf gewidmet. Denn ab dem 1.1.2012 wurde der Stierkampf offiziell in Katalonien untersagt. Dies hatte jedoch mehreinen politischen Hintergrund, als das man sich für das Wohl des Tieres einsetzte. Der Stierkampf ist eine lange spanische Tradition. Aber eben nur eine spanische. Da sich Katalonien nun mal nicht mit Spanien verbunden fühlt, wurde diese Tradition abgeschafft. Nachdem ich nun die Aussichtsplattform einmal umrundet hatte, durchstöberte ich noch ein paar von den Shoppingmöglichkeiten, bis ich mich dann auf zum Font Màgica macht, dem Brunnen vor dem Palau Nacional. Dabei musste ich nur irgendwie an den 100 Demonstranten vorbei. Es war zwar nicht ganz so einfach, aber irgendwann stand ich dann vor dem Wasserschauspiel.

Wirklich richtig schön. Leider waren wir heute nicht lang genug in Barcelona (was wegen den späteren Demonstrationen ganz gut war),denn gegen 21 Uhr kann man dann hier am Font Màgica ein Lichterspektakel mit erleben, welches sogar mit Musik unterlegt wird. Genauere Zeiten findet man immer im Internet. Dies wird auf jeden Fall auf meiner To-Do-Liste stehen, wenn ich nochmal hier her komme. Von dem Brunnen aus bringen einen dann entweder die Rolltreppen, oder die normalen Treppenstufen nach oben zum Palast. Von dort hat man wieder einen atemberaubenden Blick auf den Placa. Vor allem mit dem Brunnen davor sieht es fast schon kitschig aus. Dort verweilte ich ein wenig, bis ich mich wieder hinunter Richtung Metro begab, denn ich musste gegen 17:30 wieder bei der Uni sein. Von dort ging es dann wieder zusammen mit Nina zum Höhepunkt jedes Barcelonatripps. Der Sagrada Familia. Ich wusste bereits, dass diese Kathedrale wirklich ein Meisterwerk Gaudis sein soll. Aber, dass sie wirklich so beeindruckend ist, hätte ich nicht gedacht. Diese Kirche hat so viele unterschiedliche Details, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Wir umrundeten die Kathedrale einmal, während ich gar nicht mehr aus dem Staunen rauskam. Nach unzählige Bildern und einer kurze Geschichte über die Ritter auf der Kathedrale, machten wir uns auf zu unserem letzten Punkt für heute. Den Bunkern Barcelonas. Früher ein Geheimtipp, heute leider auch überrannt. Aber es lohnt sich allemal. Ein Bus bringt einen rein theoretisch sogar fast bis oben, wenn man diesen nur nicht wie wir verpasst. Dann wird es ein steiler Aufstieg, der aber mit einem gigantischen Ausblick über Barcelona und seine Sehenswürdigkeiten belohnt wird. Man sieht von der Sagrada Familie, über den Strand, bis hin zum Tibidabo Park (Ein Freizeitpark oben auf dem Collserola Ridge, der zu den ältesten, noch funktionierenden Freizeitparks der Welt gehört.) einfach alles. Und da es mittlerweile bereits 19 Uhr war, färbte der rosafarbene Himmel die Stadt in ein wunderschönes Licht. Und als es dann ganz dunkel wurde, meinte man es wäre nicht real, so kitschig schön, wie es aussah. Gegen kurz nach 8 mussten wir diesen Ausblick leider wieder verlassen, da auf uns ja noch einiges an Fahrt wartete. Nach Bus, Metro und Zug haben wir es aber wieder zum Bahnhof in Casteldefells geschafft, wo auch schon mein Caddy auf uns wartete. Der Tag war wirklich richtig schön und ich muss sagen, nach Granada und Valencia die bis jetzt schönste Stadt Spaniens. Sie würde eventuell weiter vorne liegen, wäre da nicht diese Sache mit der Kriminalität, aber wie bereits am Anfang schon beschrieben, so lange man sich richtig verhält und sich dem ganzen Bewusst macht, steht einem nichts im Wege auf den Spuren Gaudis diese tolle Stadt zu erkunden. Für uns endete der Tag dann noch am Laptop, da ich weiter schrieb und Nina noch was für die Uni machen musste. Ich durfte zum Glück bei ihr unter kommen, sodass ich mich gegen 24Uhr in das Gästezimmer begab. Nun ging ein anstrengender Tag zu Ende, der mir aber lange in Erinnerung bleiben wird.

Adios Barcelona

Am Folgetag frühstückten wir dann gegen halb 3 noch gemeinsam, nachdem es ein paar Torprobleme gab, und dann hieß es auch schon Abschied zu nehmen. Gegen 4 machte ich mich auf in Richtung Costa Brava, wo ich die nächsten 3 Tage verbringen wollte. Von Platja d‘Aro, über Empuria brava, bis hin zur wilden Costa Brava mit Roses, Cadaqués und natürlich dem Cap de Creus. Dazu aber mehr im nächsten Blog, der auch schon meinen Weg wieder Richtung Heimatbeinhalten wird. Ich hoffe euch hat dieser etwas kürzere Beitrag über Barcelona gefallen und genießt die tollen Bilder Barcelonas.

Gracias por este dia
Gracias por este dia

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Kommentare: 1
  • #1

    Mama (Sonntag, 20 Oktober 2019 20:17)

    Ein wunderschöner Bericht über Barcelona. Dankeschön!