1600 Kilometer in Richtung Zuhause

Ich habe es nun fast geschafft. In meinem derzeitigen Wohnort bin ich zwar noch nicht wieder angekommen, dafür aber in meinem alten Zuhause. Dem schönen, aber kalten Freiburg im Breisgau. Also wieder in Deutschland. Wie ich das so finden soll, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz, jedoch habe ich mir noch wirklich schöne 7 Tage im Ausland gemacht, bevor es dann eben wieder über die deutsche Grenze ging. Fangen wir also damit an, dass ich Barcelona verlassen hatte und am Abend in Platja d‘Aro gelandet bin. Eigentlich wollte ich am selben Tag nicht mehr so weit fahren, doch durch eine Straßensperrung, kurz vor meinem eigentlichen Ziel, hätte ich für die viel kürzere Strecke genau die selbe Zeit gebraucht und so hatte ich mich dann letztendlich doch für das 2 Stunden entfernte Platja d‘Aro entschieden. Mein Plan dort war eigentlich wieder am Strand zu schlafen. Aber nachdem ich auf den Parkplatz gefahren bin und ich nirgends einen anderen Van gesehen hatte, wurde ich doch ein wenig stutzig. Denn der Platz war wirklich genial und der perfekte Spot zum „Wildcampen“. Also recherchierte ich ein wenig und fand schnell heraus, dass das Übernachten ausserhalb der WoMo-Zone nicht gestattet war. Egal ob Auto, Van oder sonst was. Von daher beschloss ich nur am Strand zu essen und dann zu besagter Zone zu fahren. Es war ein riesiger Parkplatz voll mit bestimmt 70 Wohnmobilen. Es sah eigentlich schon voll aus, doch ich fand noch eine kleine Lücke, wo ich perfekt rein gepasst hatte. Schön war der Platz jetzt nicht, er erfüllte aber seinen Zweck und nachdem ich gegen 10 aufwachte, ging es auch direkt zu meinem Platz am Vorabend, um dort zu frühstücken. Währenddessen überlegte ich, was ich mit dem Tag anfangen sollte. Platja d‘Aro hat mich jetzt nicht wirklich beeindruckt, von daher googelte ich mal ein paar schöne Orte an der Costa Brava und blieb bei Empuriabrava hängen. Anscheinend eine schöne kleine Stadt, die das Venedig der Costa Brava sein soll. Klang eigentlich viel versprechend. So fuhr ich die anderthalb Stunden und parkte direkt am Strand. Das tolle an der mittlerweile Nebensaison ist, dass die meisten Touriorte ihre Parkuhren deaktiviert hatten. So konnte ich dort also kostenlos stehen und nach einem Abstecher in das Tourist Office, ging es an den Strand. Es war zwar sehr windig, trotzdem lies ich es mir nicht nehmen noch einmal ins Wasser zuhüpfen. Dort verweilte ich dann mit meinem Krimi, bis mir der Wind doch zu stark wurde und ich ins Zentrum fuhr. Ich muss sagen,mir hat es hier überhaupt nicht gefallen. Anscheinend ist Empuriabrava der Rückzugsort vieler deutscher, sowie französischer Rentner, die dann wirklich hier ¾ des Jahres leben. Dem entsprechend sind dann auch die ganze Geschäfte, sowie Restaurants ausgelegt. Das ist generell eine Sache, wo ich immer wieder nur den Kopf schütteln kann. Diese schlimmen Touristen, die in andere Länder fahren, aber bloß nur das Essen, was sie auch Zuhause bekommen. Also nur das deutsche Bier, die deutsche Bratwurst und den deutschen Kartoffelsalat. Und wehe es schmeckt anders, als Zuhause. Dann sollen sie gefälligst in ihrem ach so tollen Zuhause bleiben, wenn sie sich nicht auf die Kultur einlassen können. So genug geärgert. Da dies also genauso hier war, kaufte ich nur schnell ein paar Souvenirs und dann begann mein Einkaufsmarathon. Langsam ging es wieder Richtung Heimat, nur leider gab es ja in der Heimat nicht ganz so viele tolleglutenfreie Dinge, also wurden nochmal meine Hightlights nachgekauft. Als auch das geschafft war und meine Kreditkarte rauchte, ging es für mich hochhinaus. Und zwar nach Roses. Dieses Dorf soll auch zu den schöneren Dörfern der Costa Brava gehören und hat auf der Ostseite ein kleines Gebirge, wo ich mich hoch wagte, um dort zu nächtigen. Oben angekommen warteten auch schon 2 andere Vans, was ich hier oben auch wirklich beruhigend fand. So ließ ich mir mein Abendessen mit dieser gigantischen Sicht schmecken und schlief trotz Nieselregen bis halb 10.

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Un dia en Barcelona

Ich habe es tatsächlich nach Barcelona geschafft. Nach dem ich Valencia hinter mir gelassen hatte, war ich mir nicht wirklich sicher, ob ich die größte Stadt Kataloniens besuchen sollte. Warum fragt ihr euch? Nun ja, es liegt auf keinen Fall an der Stadt selber, sondern viel mehr, was die Personen mit ihr gemacht haben. Barcelona ist bekannt für seine hohe Kriminalitätsrate und das vor allem bei ausländischen Autos. Nicht selten hört man von aufgeschlitzten Reifen an Ampeln und wenn dann die „Helfer in der Not“ anrücken, ist das nur eine miese Masche, um das Opfer zu beklauen. Oder aber allgemeine Autoeinbrüche, Taschendiebstähle, Stehlen von Elektrogeräten, und, und, und sind leider in Barcelona Alltag. Doch ich habe es trotzdem in diese wunderschöne Stadt geschafft und sagevorweg, wenn man seine Sachen nah am Körper trägt, nicht rumbrüllt, dass man Tourist ist, sich anständig kleidet (keine weißen Socken in Sandalen) und generell einfach der Stadt respektvoll begegnet steht einem ein wunderbarer Tag in Barcelona bevor. Bevor ich euch nun aber von meinem wundertollen Tag in der Stadt Gaudis berichte, möchte ich noch kurz ein paar Gedanken los werden und zwar zum Thema Wildcampen bzw. allgemein die Parkplatz suche allein.

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Von Faro über England nach Valencia

Praia de Benagil

Okay, jetzt haltet ihr mich alle für bescheuert, nach dem ihr jetzt den Titel gelesen habt. Aber es ist schon richtig. Doch fangen wir erst einmal in Portugal an. 

Bevor ich nach Faro fuhr, machte ich mir den Tag davor noch einen ruhigen. Und wo geht das besser als am Strand. Aber nicht an irgendeinem, sondern am Praia de Benagil. Dort befindet sich die berühmteste Höhle Portugals. Es wird ein riesen Ding darum gemacht. Es gibt zig Anbieter, die ihre Kunden per Boot, Kanu, Schwimmbrett, SUP oder Jetski hinbringen. Doch was viele nicht wissen ist, dass man auch reintheoretisch einfach hinschwimmen kann. Denn vom Strand sind es allerhöchstens 100 Meter. Ich habe es zwar nicht gemacht, da ich meine Sachen nicht so lange unbeaufsichtigt lassen wollte, aber man sah einige Schwimmer, die statt unnötig Geld auszugeben, sich lieber bisschen sportlich betätigen, um so in den Genuss dieser schönen Höhle zu kommen. Es gibt aber auch noch einen ganz anderen Weg einen Blick in die Höhle zu werfe. Nachdem ich ca. 2 Stunden einfach nur m Strand lag, gelesen hatte und einfach mal nicht tat, packte ich meine Sachen wieder zusammen und marschierte den Berg hoch. Denn kurz hinter dem Restaurant bei dem oberen Parkplatz führt ein kleiner Weg entlang, der einen zum Aussichtspunkt der Höhle bringt. Von dort oben hat man zum einen tollen Blick aufs Meer und die ganzen Strandbuchten, zum anderen kann man von oben in die Höhle Benagil schauen und die ganzen Bootstouristen beobachten, wie sie all maximal 2 Minute in die Höhle reinfahren und sofort wieder umkehren, ohne aussteigen zu können. Nach dem ich dieses Schauspiel mir lang genug angeschaut hatte, bekam ich so langsam Hunger und beschloss zurück zu meinem Caddy zu laufen, um mir bim nächsten Carrefour etwas zu Essen zu holen. Gesagt getan befand ich mich keine 20 Minuten später am praia de nossa senhora da rocha. Dies ist ein kleiner Strand, den ich mir aber zum Picknicken nur von oben anschaute und mich nahe der Kapelle in den Schatten setzte. Von dort konnte ich auch die gerade stattfindende Hochzeit in der Kapelle beobachten und glaube ich habe meine perfekte Hochzeitlocation gefunden. Man hat links und rechts das Meer und sonst nix. Ein echter Traum. 

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Von Lissabon bis an die Algarve

Ich habe nun Ericeira hinter mir gelassen und habe meine Portugalreise weiter gen Süden fortgeführt. Ich ließ es mir natürlich nicht gehen die wichtigsten touristischen Dinge abzuhaken. Da wäre dann Capo da Roca, Lissabon und natürlich die Algarve. 

Nachdem ich in Ericeira noch einmal kurz zum Strand gegangen bin, um mir den EDP Billabong Pro Ericeira Cup anzusehen, ging es für mich gegen 15 Uhr Richtung Süden genauer gesagt zum Praia da Urso. Ein richtig shöner, versteckter Sandstrand, der aber nicht ganz so leicht zu erreichen ist. Man parkt entweder so wie ich einfach an der Straße, ode stellt sich etwas weiter auf den Parkplatz. Dann geht es erst einmal ein ganzes Stück durch die Pampa, bis man am Ende eines Berges steht. Und jetzt wird es lustig. Steil berg ab heißt es nun für die nächsten 10 Minuten. Flip-Flops oder Sandalen würde ich eher nicht empfehlen. Irgendwann wird es dann nach dem ersten Abstieg ein wenig gerader und man wird nach der ersten Anstrengung mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Di Felsen, die dort unten aus demm Meer ragen, sehen wirklich mystisch aus. So etwas hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Bevor man dort aber zu lange verweilt, geht es noch mal ein ganzes Stück den Steinhang hinab, bis man dann am wundeschönen Sandstrand angekommen ist.Das tolle ist, hier ist wenig los und das selbst an einem warmen Nachmittag. Wenn man dann am Strand noch ein wenig nach links entlang spaziert, bekommt man weitere tolle Felsen, sowie eine Brandung zu sehen, mit abartig großen Wellen. Dort setzte ich mich nieder und genoss mit einem Buch die warmen Sonnenstrahlen, die selbst um 17 Uhr portugiesischer Zeit noch angnehm warm waren. Gegen 18 Uhr begab ich mich dann aber schon wieder hinauf, denn noch ein weiterer Punkt stand heute auf meiner Liste. Capo da Roca lag vom Praia da Ursa nur 2 Kilometer entfernt, sodass es gerade mal 5 Minuten dauerte, bis ich auf meinem Parkplatz stand und Richtung Aussichtsplattform lief. Hier war eindeutig mehr los, als eben am Strand. Die typischen Reisebusse von Asiate fehlten natürlich auch nicht, sodass es einfach nur unangenehm überlaufen war. Und das ich der Nebensaison an einem Mittwochabend. So machte ich nur schnell ein paar Fotos, schaute mir noch ein bisschen das Drumhem an und verließ den westlichsten Punkt auch schon wieder nach gerade einmal 30 Minuten. Stattdessen für ich weiter Richtung Strand, wo ich ein wirklich schönes Plätzchen neben anderen Womos fand. So endete auch dieser Tag mal wieder mit Blick aufs Meer und so schlief ich mit dem rauschen des Meeres ein.

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Auf nach Portugal

1200 Kilometer Richtung Süden

Von San Vincente über die Picos de Europa bis nach Porto und weiter

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Entlang der Atlantikküste

Zwischen Großstadt und der höchsten Düne Europas

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La Manche, le Mont-Saint-Michel und ein bisschen Bretagne

La Manche ist das 50. Departement in Frankreich und liegt direkt am Ärmelkanal, nach dem es auch benannt worden ist. In diesem Departement führte meine Normandiereise zu ihrem Ende. Doch wie heißt es so schön. Last but not least. Denn La Manche hatte einiges zu bieten. Neben dem Utahbeach und Cherbourg, die durch den D-Day bekannt sind, befindet sich im Süden des Departements die mit 3,5 Millionen meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Normandie. Le Mont-Saint-Michel.

Doch zurück zum Osten. Nach meiner D-Day Erfahrung, ließ ich das ganze nun hinter mir und fuhr vom Utah-Beach weiter Richtung Norden nach Barfleur. Genauer gesagt zu dessen Leuchtturm. Dort verbrachte ich einen Atemberaubenden Nachmittag, sowie auch eine Nacht, die mich durch den starken Küstenwind ganz schön durchrüttelte. Doch mein Caddy hielt dem ganzen trotzdem stand und so erwachte ich mal wieder mit Meerblick und Sonne. Daran könnte ich mich echt gewöhnen. Nach einem schönen Frühstück an der Steinküste, besuchte ich für eine Stunde Barfleur, da es zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehört. Naja, ob ich das bestätigen würde, sei mal dahin gestellt. Der Hafen ist ganz süß und die Gemälde in der kleinen Kirche sind wirklich wunderschön, aber das wars dann auch schon. So nutze ich dann nur kurz das Wlan des Touristencenters, um zu schauen, was ich denn heute noch so machen könnte. Ich entschloss mich für eine Wanderung in Fermanvile und fuhr  sogleich auch los. Dort befindet sich das Cap Levi. Eine wunderschöne Küste mit einem weiteren Leuchtturm, den man auf der Hälfte der Strecke erblicken kann. So wanderte ich durch Dünen, Dörfer und kleine Buchten und bekam Neben bei immer noch die ein oder andere wilde Brombeere ab. Nach guten 70 Minuten war ich aber auch schon wieder zurück und fuhr dann weiter zu meinem nächsten Ziel Cherbourg. Auf dem Weg dorthin fuhr ich noch bei einem größeren Industriegebiet in Tourlaville  vorbei, indem ich erstens eine kostenlose Ent- und Versorgungsstation fand. Und einen super geniale Hypermarkt namens E.Leclerc. Genauso gigantisch wie Carrefour nur mit noch mehr glutenfreien Lebensmitteln und billigerem Wasser. Perfekt für die nächsten Tage ausgestattet fuhr ich nun endlich zu meinem Parkplatz am Cité de la Mer in Cherbourg, wo ich insgesamt 2 Nächte verbrachte. Von Cherbourg habe ich bis auf den Hafen, den Marktplatz, das Einkaufszentrum und die Ausstellung  zum D-Day nicht wirklich viel gesehen. Ich weiß persönlich nicht warum ich keine Lust auf Sightseeing hatte, aber irgendwie konnte mich diese Stadt nicht beeindrucken. So  hatte ich eigentlich en ganzen Tag nur mit den Vorbereitungen meines vorherigen Artikels verbracht, sowie ein bisschen Frustshoppen, nachdem ich merkte, dass dieser Artikel über den D-Day doch länger brauchen wird, als ich gedacht hatte. 

28.8-30.8

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D-Day- Der Anfang vom Ende

"Als ich zu mir kam, dachte ich nur: "Mensch, du lebst noch!" Mein Kopf war blutverschmiert, er lag in einer Schachtel mit geplatzten Glühbirnen. Aus meinem linken Auge quoll eine Flüssigkeit, ich glaubte, das Augenlicht verloren zu haben. Alles tat weh, mir war kalt, ich konnte mich nicht bewegen. Quer über mir hing ein Balken. Der Leutnant neben mir antwortete nicht, als ich ihn ansprach. Erst als ich ihn anstieß, zeigte er auf sein Ohr - Trommelfell geplatzt. Er brüllte: "Wir müssen hier raus!"

Dem Lichtschein entgegen robbten wir zum Eingang. Draußen war es taghell, aber nirgends fiel mehr ein Schuss. Rings umher nur eine ungeheuerliche Stille. Und dann: "Hands up!" Ein schwarzer Soldat richtete seine Pistole auf uns und zeigte Richtung Wasser. Zielsicher dirigierte er uns durch den minenfreien Weg, den eigentlich nur deutsche Truppen kannten.", so beschrieb Gotthard Neubert die letzten Minuten seines Einsatzes.

D-Day, Tag X, Jour J, es gibt viele Namen für diesen schrecklichen Tag, der jedoch dazu führte, dass der zweite Weltkrieg endete. Die Alliierten schafften es durch die Operation Overlord am 6. Juni 1944 an den Stränden der Normandie zu landen und somit Frankreich wieder zurück zu erobern.

14 Nationen waren an der Operation "Overlord" beteiligt. Insgesamt 155.892 alliierte Soldaten kämpften an den fünf Stränden der Normandie. In diesem Artikel möchte ich euch einen Überblick darüber beschaffen was sich genau dahinter versteckt, wie es dazu kam und was es heute für Auswirkungen auf die Normandie hat. Nur so viel schon einmal vorweg. wenn man sich als Deutscher mal richtig fehl am Platz fühlen möchte, einfach die Landungstrände besuchen und schön laut und deutlich machen woher man kommt und dabei durch die Museen zu laufen. Schräge Blick bekommt man kostenlos dazu. 

 

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Der Norden von Frankreich

Ja, ich lebe noch. Ich habe die Nacht auf den Klippen wahrlich gut überstanden. Doch leider nicht in Étretat wie gewollt, sondern erst ein paar Tage später in Longue-sur-Mer. Doch fangen wir von vorne an.

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Bienvenue en Normandie

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