Dänemark und ich

Eine nicht ganz so perfekte Beziehung

Nach einer etwa 6 1/ stündigen Fahrt war ich endlich in Fehmarn angekommen. Nur einen kurzen Stau musste ich über mich ergehen lassen, ansonsten meinte es der Verkehr gut mit mir.
Direkt am Hafen Puttgarden fand ich auch einen Parkplatz für 8 Euro die Nacht. Auto also abgestellt und im dunklen ab ans Meer. Es war inzwischen 23:30 und nur noch der riesige Bordershop beleuchtete das Hafengelände. Trotzdem reichte es aus um dieses bestimmte Meerfeeling zu bekommen. Kennt ihr das auch? Man steht am Meer und könnte Stunden einfach geradeaus starren und es würde nicht langweilig werden. Gut Stunden stand ich dort jetzt nicht, da es nun 00 Uhr war und ich langsam aber sicher müde wurde, aber der Moment zählt.

Am 19. Juni  ging es nach einer viel zu kurzen Nacht gegen halb 8 in den "berühmten" Bordershop Puttgarden. 3 Stockwerke Alkohol plus 1 Stockwerk mit Süßigkeiten und anderem Gedöns erwarteten mich. Für die Dänen der erste Anlaufspunkt um günstig an Alkohol zu kommen, da dieser in Skandinavien übertrieben teuer ist. (Ein kleines Bier kostet in einem Restaurant gute 12 Euro). Ich hatte aber nur kurz Zeit um mich umzuschauen, da ich um 8:25 bereits an der Fähre sein musste. Also schnell wieder zurück zum Auto, schnell noch einen Kaffee kochen und dann zur Fähre.


Die Fährüberfahrt verging recht schnell. Nur 45 Minuten trennten mich von Dänemark. Diese Zeit konnte ich entweder dafür nutzen "Angebote" im Duty-free-Shop zu ergattern oder eine überteuerte Currywurst mit Pommes für 12,50€ zu frühstücken. Da mir beide Fälle nicht sonderlich gefielen, entschied ich mich doch dazu die dreiviertel Stunde auf dem Außendeck zu verbringen. Anschließend ging es wieder zurück zum Auto, über die Fährbrücke nach Dänemark und nach einer sehr kurzen Befragung und Passkontrolle konnte ich meinen Weg nach Kopenhagen fortführen.

1 1/2 Stunden fahrt lagen nun vor mir, die einem bei 110 km/h doch länger vorkommen als gedacht.

Doch irgendwann kommt man an und ab da beginnt mein Interessanter Tag in Kopenhagen.

Er begann damit, dass ich völlig planlos Parkplatzkoordinaten gefolgt bin, die irgendjemand auf einem Blog vor 6 Jahren veröffentlich hat. Nach dem ich dann wirklich bei diesen Koordinaten stand, musste ich leider feststellen, dass dieser Parkplatz zwar existiert und auch wirklich direkt und schön am Hafen liegt, nur leider einer privaten Firma gehört. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht fragen würde. Also Entschluss gefasst und ab in das Gebäude rein zum Empfang. Eine wirklich nette Dame sahs dort und bestätigte zwar meine Feststellung, dass dies ein Privatparkplatz wäre, sie aber eine Ausnahme macht und mir einen Tagesticket übergeben kann. So stand ich nun also für lau in Kopenhagen. Nur noch die Solarplatte vorne in die Fahrerkabine zum Laden und schon kann es los gehen. Erster Stopp Geldwechseln. Ich brauchte insgesamt 3 Banken, um dann letztendlich in der Innenstadt anzukommen und dort an einem Mini-Wechsel-Kiosk endlich meine Euros in Kronen umtauschen zu können. Kleiner Tipp am Rande: Nicht viel einwechseln, die Dänen ziehen einen ab. Ganze 4 Euro habe ich dem Wechselkurs geschenkt.


Als nun endlich Geld hatte, ging es los auf Essenssuche. Garnicht so einfach. Die glutenfreien Restaurants, die mir Google nannte, lagen viel zu weit weg und die 2, die in der Nähe waren, waren viel zu teuer. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Supermarkt. Auf dem Weg dorthin, als hätte ich es geplant, kam ich um Punkt 12 Uhr zum Gardewechsel am Schloss Amalienborg an. Wirklich spannend ist es nicht, aber da alle Reiseblogs meinten "bei einem Kopenhagenbesuch ein MUSS ", habe ich es mir bis zum Ende angeschaut. Danach ging meine Suche weiter und ich fand endlich einen von gefühlt 100 7-Eleven Shops. Eine mini-Supermarktkette hier oben im Norden. Nach meiner Frage, ob sie etwas für mich zum essen hätten empfahl mir der junge Verkäufer ich solle doch einfach die Straße weiter gehen und ich würde zum "42 Raw" kommen. Ein Restaurant 100% glutenfri, lactosefri og 100% plantebaseret. Also ab dorthin. Bei den Preisen entschied ich aber dich nur für Süßkartoffelpommes und einen Muffin was mich gute 55,8KR (7,6€) gekostet hat. Damit ging es dann Richtung Bootsanleger mitten in der Stadt. Gut gestärkt ging es in die Fußgängerzonen. Dort gab es zum Beispiel einen Disneystore, der keine kleinen Prinzessinnenwünsche offen ließ, aber auch eine Straße weiter für alle Reichen und großen Prinzessinnenwünsche war gesorgt. Von Gucci, über Prada bis zu Louis Vuitton war all das Vorhanden, wovor mein Geldbeutel angst hatte. Also schnell weiter zur berühmten Markthalle. Bisschen enttäuscht stand ich vor dem kleinen Glasgebäude. Ich hatte mir die Torvehallerne ein wenig größer vorgestellt. Doch ich wurde umgestimmt als ich drinnen war. Wäre ich reich hätte ich mich bei allem durchprobiert. Doch auch hier ist alles übertrieben teuer. So ging ich nur durch und leistete mir nur ein kleines Glutenfribröd.
Von dort ging es nach einem kurzen Gespräch mit 2 Backpackerinnen auf Empfehlung zum Nyhavn. Auf dem Weg dorthin kam ich noch an dem königlichen Militärsgelände vorbei, sowie dem Kongens Have, dem königlichen Garten. Am Rande dieses Gartens liegt das Schloss Rosenbord, welches ab 1838 nur noch als Museum dient. Nach dem ich noch nicht genug Grünanlagen gesehen habe, lag auf meinem Weg noch der Botanische Garten, der zur Universität Kopenhagen gehört. In mitten des Gartens liegt ein wunderschöner See. Wenn man diesen über die Brücke überquert gelangte man zu künstlich angelegten Hügeln, die mit den unterschiedlichsten Pflanzen bedeckt waren. Nach einer kurzen Pause auf solch einem Hügel ging es die letzten 900 Meter weiter zum Hafen. Ein wirklich schöner Hafen mit vielen bunten Häusern, Restaurants und natürlich vielen Segelschiffen. Das Highlight bietet die Uferterasse des Skuespilhuset, dem Neubau des Königlichen Schauspielhauses. Dort gibt es Liegestühle auf denen man in Ruhe die vorbeifahrenden Schiffe beobachten kann. Außerdem hat man einen wunderbaren Blick auf die königlichen Oper.  In das Gebäude selbst darf man leider Vormittags nicht herein, sonst wird man von nicht ganz so netten Securitymenschen rausbegleitet. Sah aber lustig aus. Da es dort endlich mal wieder freies W-lan gab googelte ich schnell wie ich denn wieder von dort zu meinem Auto gelangte. Wie ich es natürlich geplant hatte, sowie all die anderen Punkte an diesem  Tag auch, musste ich nur der Uferpromenade folgen und schon war ich an meinem Auto. Außerdem googelte ich noch schnell wo denn die berühmte "Kleine Meerjungfrau" liegt, damit ich dort vielleicht noch schnell hinfahren kann. Fahren brauchte ich nicht wirklich, sondern 200 Meter von meinem Auto aus weiter laufen und schon lachte sie mir entgegen. 

Das obengenannte nun in Bildern zusammengefasst

Ob ich an diesem Tag Glück hatte? Ich denke schon, denn meine Glücksträhne hielt sogar noch bis Abends, als ich am Strandpark einen  kostenlosen Parkplatz für die Nacht fand, sowie öffentliche Duschen und Toiletten. Auch wenn der tag wirklich schön fand entschied ich bereits am Abend, dass es am nächsten Tag rüber nach Malmö gehen würde, da mich irgendwas hier störte. Genau kann ich es nicht sagen, aber mcih zog es stärker nach Schweden, anstatt dort zu bleiben.
Am nächsten Morgen konnte ich endlich meinen Schlafbedarf nachholen und so begann mein tag erst um 10:30. Nach einer Runde Joggen am Strand und einer kurzen und kalten Dusche an der Surferdusche wurde der erste Kaffee aufgesetzt. Nach Malmö ging es dann gegen 13:15 Uhr. Und was mich dort so alles erwartet erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag.