Bye-Bye Schweden

Der beste Tag mit Supermärkten, Bäckereien und einem FKK Strand.

Es war nun der 26. Juni gekommen. Mein letzter Tag in Schweden ist angebrochen. Um 8:40 erwachte ich bereits und entschloss noch eine Runde Frühsport zu machen, bevor es ans einpacken ging. Nach einer schnellen Dusche wurden der Müll geleert, die Campinggarnitur eingeräumt und das gespülte Geschirr von gestern verräumt. Während mein Kaffeewasser kochte packte ich noch das Stromkabel ein und verstaute alles was während meines kurzen Aufenthaltes vorne auf dem Fahrer- und Beifahrersitz gelandet ist. Als dann auch der Kaffebecher vorne hingestellt worden war, ging es nur noch schnell zur Entsorgungsstation, bevor es dann wirklich los ging. Göteborg verließ ich aber nicht sofort. Zuvor wechselte ich noch das bisschen Bargeld ein, welches ich im Auto hatte, um mich noch einmal mit dem glutenfrei Sortiment Schwedens eindecken zu können. Meine ersten beiden kurzen Stopps mit dem Auto, befanden sich noch in Göteborg. Hier gibt es zwei glutenfreie Bäckereien, die ich mir nicht entgehen ließ. Ein Traum! Einfach in eine Bäckerei reinzugehen und zu wissen, dass man alles darf. So habe ich mich dann erst einmal mit Kanelbullen und Brötchen eingedeckt. Von dort ging es dann weiter nach Kungsbacka. Und nein ich meine nicht das IKEA-Möbelstück, sondern die Stadt. Hier gibt es zwei riesige Supermärkte, die ein wenig mit dem deutschen Real oder dem französischen Carrefour zu vergleichen sind. Auch hier gab es ein riesen Sortiment bei dem ich gut zu schlug. Mit vollen Einkaufstüten ging es dann zu meinem letzten Stopp in Schweden. Varberg. Doch bevor ich wirklich hier ankam, zeigte mir Google Maps an, dass es auch hier ein Café gab, welches frische glutenfreie Produkte anbietet. Also nahm ich den Umweg auf mich. Böser Fehler. Kleiner Tipp am Rande: immer zuerst auf die Karte schauen, bevor man Google Maps blind vertraut. Ich kam zwar an dem süßen Café an, jedoch fuhr ich über enge Feldwege, Schotterpisten mit riesigen Steinen und stand zwischendurch auf Bauernhöfen, die laut Google dort nicht liegen, sondern die Straße bilden. Auf jeden Fall eine Interessante Route, die sich aber gelohnt hatte. Denn als ich dort ankam, wurde ich total herzlichst von der Bäckerin begrüßt und mir wurde alles mögliche Angeboten. Auch einen Blick in die große Backstube durfte ich wagen. Letztendlich entschied ich mich für eine frische Waffel und einen Café. Auch das ist etwas was für mich nicht selbstverständlich ist. Nach dem ich mich noch ein wenig mit ihr unterhalten hatte und auch erfahren habe, wie die offizielle Route zu dem Café ist, fuhr ich weiter bis zum 20 Minuten entfernten Varberg. 

Die Festung
Die Festung

Hier würde mich später um 18:35 die Fähre rüber nach Dänemark bringen. Einen Parkplatz hatte ich schnell gefunden und so verbrachte ich meinen letzten 3 Stunden in Schweden mit Erkundungstour entlang am Meeresufer von Varberg. Das Wetter meinte es auf jeden Fall gut mit mir, denn es war kein Wölkchen am Himmel und gute 25 Grad im  Schatten. Eigentlich perfektes Badewetter, doch mein Auto war zu weit weg, um nochmal meinen Bikini zu holen. Doch das Schicksal war mit mir. Auf der Suche nach einer öffentlichen Toilette gelangte ich zum Strand. Doch es war kein normaler Strand, sondern ein FKK-Badestrand nur für Frauen. Ja, es mag Leute geben, die es nicht mögen oder gar verurteilen, doch für mich gerade richtig. Ich muss sagen, es kostete doch ei wenig Überwindung, aber die Abkühlung, die ich dadurch erhielt, war es mir wert. Und wer kann schon behaupten sich nackt in Schweden gesonnt zu haben. Ca. 1 1/2 Stunden verbrachte ich dort bevor ich weiter zog, um mir die naheliegende Festung noch anzuschauen. Diesen Punkt hatte ich relativ schnell abgehackt, da das Museum bereits zu hatte.

So entschied ich mich meinen letzten Punkt auf meiner To-Do-Liste zu streichen und zwar der Besuch bei einem schwedischen McDonalds. Warum, fragt ihr euch? Hier kann man jeden Burger mit einem glutenfreien Bun bekommen, etwas was in Deutschland unmöglich ist. Ich beschloss einen McVegan zu nehmen. Einen veganen Burger mit Soja Patty, welcher erstaunlicherweise dem Original aus Fleisch sehr nah kam. Nach dieser Stärkung hieß es Abschied nehmen, denn ich musste zum Check-In. So begab ich mich gegen 18 Uhr zum Varberger Hafen, wo ich mich in die langen Schlangen einreihte, um darauf zu warten, auf die Fähre fahren zu können. Als aller letzte wurde ich dann endlich aufgerufen. Und dann hieß es endgültig Bye Bye Schweden. Einen wirklich schönen letzten Tag konnte ich noch erleben und wer weiß, warum meine Schwedenreise so früh zu Ende gehen musste. Ich finde im Leben hat alles seinen Sinn und auch wenn ich diesen hier erst suchen muss, wird es  mir irgendwann klar sein. Bei meinem Parkplatz auf der Fähre angekommen, begab ich mich zuerst auf Deck 9. Dies war das Außendeck und ich konnte noch einmal von oben Varberg und die Schären begutachten. Ein wirklich atemberaubender Ausblick. Danach begab ich mich 2 Stockwerk weiter nach unten, um mich ein wenig umzusehen. Diese Fähre war ein wenig größer, als die Fähre nach Rodby zu Beginn meiner Reise. Hier gab es sogar ein Kino, sowie einen Casinoraum. Außerdem insgesamt 5 Aufenthaltsräume und 3 Restaurants. Zu guter Letzt befand sich auf dem Schiff ein Border Shop, dem ich zu gleich einen Besuch abstattete. Ich hatte noch ein paar schwedische Kronen über, sodass ich mich dazu entschied, diese für Souvenirs und Mitbringsel auszugeben. Die letzten Kronen gab ich dann noch für einen Kaffee und ein Eis aus und so war auch das letzte schwedische Geld fort. Mit den erstandenen Dingen begab ich mich nun in den vorderen Teil des Schiffes, um mir dort einen Sitzplatz für die Fahrt zu sichern. Dort kam ich dann ein weinig zu Ruhe und konnte auch an meinem Blog weiter schreiben. Gute 4 1/2 Stunden später fuhr ich auf dänisches Festland und fand direkt am Hafen einen Parkplatz, um die Nacht dort zu verbringen. So ging ein sehr schöner, aber zu gleich auch trauriger Tag zu Ende. Doch dieses Ende bedeutete nicht das Ende meiner Reise, denn diese geht zum Glück in Deutschland weiter. Was ich noch alles erleben darf, erfahrt ihr in meinem nächsten Eintrag, bei dem ich mich bei meinen Eltern auf halte.